Der Bürgerbus Wallenhorst–Wersen ächzt unter den hohen Treibstoffkosten.

Quelle: NOZ Joachim Dierks, 16.07.2022

Zum Jahresende wird ein Fehlbetrag von 6620 Euro erwartet. Deshalb beantragte der Bürgerbusverein eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses bei den beteiligten Gemeinden. Der Wallenhorster Rat stimmte zu.

Es geht dem Verein, wohlgemerkt, nur um die Betriebskosten des Kleinbusses, denn Fahrer, Fahrzeugreiniger und Fahrdienstleiter versehen ihre Aufgaben ohne Entlohnung. Pro Jahr werden etwa 2300 Stunden ehrenamtlich geleistet. Zwar gibt es auch Einnahmen, im Normaltarif kostet jede Fahrt einen Euro, aber zahlreiche Fahrgäste sind davon befreit (VOS-Umsteiger, Schwerbehinderte, 9-Euro-Ticket-Nutzer, Ukraine-Flüchtlinge), ohne dass der Verein dafür eine Kompensation bekommt.

12.237 Euro für das aktuelle Kalenderjahr

Insofern ist er zwingend auf den Betriebskostenzuschuss angewiesen. Der betrug bislang für die Gemeinde Wallenhorst 7500 Euro. Nach dem Verteilungsschlüssel – Wallenhorst trägt 79 Prozent und Lotte 21 Prozent der nachgewiesenen ungedeckten Betriebskosten – kommen auf Wallenhorst nun weitere 4737 Euro zu, insgesamt also 12.237 Euro für das Gesamtjahr 2022. Ergibt sich nach erfolgter Abrechnung des abgeschlossenen Kalenderjahres ein Überschuss, wird der Verein die zu viel gewährten Zahlungen den Zuschussgebern erstatten.

In der Ratssitzung der Gemeinde Wallenhorst wurde dem Antrag einstimmig stattgegeben. Alle Fraktionen bestätigten erneut, für wie wertvoll und inzwischen unverzichtbar sie dieses Angebot „Bürger fahren für Bürger“ halten.