Aktuelles 2018-05-16T19:38:57+00:00

Neue Osnabrücker Zeitung 05.05.2018

VEREIN TREIBT BUSLINIE VORAN
Bürgerbus Wallenhorst –Wersen: Streckenentwurf steht
Von Christina Halbach
Wallenhorst. Die Planungen für eine Bürgerbuslinie zwischen Wallenhorst und Wersen nehmen konkrete Formen an. Der Verein hat einen ersten Streckenentwurf ausgearbeitet und ein Fahrzeug ins Auge gefasst. Beides stellten die Arbeitskreise in der jüngsten Sitzung des Vereins vor, der im März gegründet wurde.

In Eigenregie haben die Aktiven seitdem Streckenvarianten unter die Lupe genommen, die Außenbereiche im Gemeindegebiet und den Bahnhof im nordrhein-westfälischen Halen anbinden soll. Dabei herausgekommen ist eine Route, die am Ostenort in Rulle ihren Anfang nimmt und sich über die Ortsteile Rulle-Zentrum, Lechtingen, Wallenhorst, Hollage und den vorderen Bereich von Brockhausen bis zum Rathaus in Wersen erstreckt, um von dort auf dem selben Weg wieder die Rückfahrt zum Ausgangspunkt in Rulle-Ost anzutreten. Gestartet würde um 7:35 Uhr, der letzte Bus um 17:35 Uhr rollen. Insgesamt sechs solcher Fahrten könnte die Bürgerbuslinie im Zwei-Stunden-Takt pro Tag anbieten. Der Grund: Rund 52 Kilometer würde der Bürgerbus zurücklegen und dafür 48 Minuten benötigen. Da sieben Minuten Pause für einen Halt am Rathaus in Wersen zur Verfügung stehen sollen, hätte der Bus am Ende rund 103 Minuten Fahrzeit auf der Uhr. „Ein Ein-Stunden-Takt ist nicht möglich, wenn Außenbezirke und Halen angebunden sind“, erläuterte Svenja Hoffmann.
Dieses Ziel konnte die Bürgerbus-Initiative nicht ganz umsetzen: So sieht der Entwurf vor, dass der Bus nach seiner Fahrt durch das Ruller Zentrum über den Haupthügel auf die Straße „Am Gruthügel“ gelangt und – ohne einen Schlenker durch die Siedlung – über die Osnabrücker Straße weiter Richtung Lechtingen-Zentrum fährt. Das befriedigte eine Anwohnerin nicht: „Wofür habe ich die ganze Zeit gekämpft? Dass am Gruthügel nur die Haltestelle da ist, die immer schon da war?“, fragte Monika Strunk. Hoffmann und Müssen zeigten Verständnis und sicherten eine Prüfung zu, stünde doch bei einem Zwei-Stunden-Takt 17 Minuten Puffer für einen Abstecher über den Gruthügel zur Verfügung. Zu viel versprechen wollten sie angesichts der engen Straßenverhältnisse nicht: „Mit dem PKW muss ich manche Kurven um parkende Autos drehen“, merkte Müssen an. Ein Bus hätte noch größere Probleme. Auch Josef Brockmeyer, der den Verein für die PlaNOS (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück) berät, bremste die Erwartungen und betonte: „Jeder Schlenker vergrault auch Kunden.“
Beim Fahrzeug, das demnächst acht Fahrgäste und einen Rollstuhlfahrer aufnehmen soll, ist die Wahl auf einen Fiat Ducato Shuttle mit Mittelniederflurbereich gefallen, der damit Konkurrenten anderer namhafter Firmen ausgestochen habe, erläuterte Alexander Schröder vom Arbeitskreis „Fahrzeug“: „Der bietet mehr Platz. Außerdem ist die Einfahrt für Rollstühle größer.“ Bestellt werde der Wagen als Serienfahrgestell und dann, erläuterte Mitstreiter Paul Kühnel weiter, nach den Bedürfnissen des Bürgerbusvereins umgebaut. 90.000 Euro plus Extras wie zum Beispiel eine Innenwerbefläche, müssten für ein solches Fahrzeug kalkuliert werden.
Dafür muss der Verein nun zeitnah die Finanzierung sicherstellen. Müssen will dafür die beteiligten Gemeinden Wallenhorst und Lotte ins Boot nehmen und in den nächsten Gremiensitzungen die entsprechende Anträge auf anteilige Förderung von Wagen und Verein stellen. Februar 2019 soll die Buslinie die Fahrt aufnehmen.

Neue Osnabrücker Zeitung 23.03.2018

Verein „Bürgerbus Wallenhorst-Wersen“ gegründet

Von Christina Halbach

Wallenhorst. Rechtlich stehen die Weichen für eine ehrenamtlich betriebene Buslinie durch die Gemeinde nun auf Grün: In der Hofstelle Duling wurde der Verein „Bürgerbus Wallenhorst – Wersen“ gegründet, Marion Müssen  als erste Vorsitzende gewählt.

So etwas wie Aufbruchsstimmung lag in der Luft, als 24 Wallenhorster vom Kind bis zum Senior ihre Unterschriften unter die Vereinssatzung setzten. Nach rund einem Jahr des intensiven Trommelns für das Projekt „Bürgerbus“, zu dem einst der Seniorenbeirat den Anstoß gegeben hatte, war Marion Müssen und ihrem Team die Freude über diesen Etappensieg anzumerken. „Die Gründung ist ein wichtiger Schritt, um Menschen und Ortsteile miteinander zu verbinden“, hatte Müssen zuvor in ihrer Begrüßung festgestellt. Ab Anfang 2019 soll die ehrenamtlich betriebene Bürgerbus-Linie durch Wallenhorst rollen und dabei unter anderem Außenbereiche wie Rulle-Ost, Brockhausen oder den Lechtinger Gruthügel anbinden. Ebenfalls angefahren werden soll der Bahnhof im nordrhein-westfälischen Halen. Eine unlängst ausgewertete Bürgerbefragung hatte einen entsprechenden Bedarf ergeben und sich zugleich namensgebend niedergeschlagen. Geplant sei außerdem, kündigte Müssen an, die Linie bis Wersen weiterzuführen: „Wir wollen das vor uns liegende Jahr nutzen, um diese Strecke zu prüfen.“ Noch in dieser Woche werden die Initiatoren das Projekt im Rat der Gemeinde Lotte vorstellen. Der Vereinsstatus ermöglicht es der Initiative ab sofort, die Planungen rund um die Bürgerbuslinie weiter voranzutreiben. Ein Finanzplan kann aufgestellt, gemeinsam mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GbR (PlaNOS) und der Weser-Ems-Bus GmbH die Linienführung festgelegt und Anträge für den Kauf eines Fahrzeugs gestellt werden.

Anbindung des Halener Bahnhofs

Bürgermeister Otto Steinkamp begrüßte die Vereinsgründung. Durch das jüngst verabschiedete Nahverkehrskonzept seien zwar viele Themen und Wünsche berücksichtigt, gleichwohl komme man nicht „von überall überall hin“: „Der Bürgerbus nimmt das in den Blick.“ Mit der Anbindung des Halener Bahnhofs sei darüber hinaus eine intelligente Lösung gefunden worden. Dadurch könnten die Fördertöpfe zweier Bundesländer genutzt werden. Auch Steinkamps Kollege aus dem Lotter Rathaus, Rainer Lammers, steht hinter der Initiative: „Was wir tun müssen, um das zu unterstützen, werden wir tun.“ Ganz wichtig sei nun: „Ordentlich Werbung zu machen, dass die Leute mitfahren und auch Fahrer gewonnen werden.“ Laut Müssen haben bislang 16 Fahrer Interesse bekundet, die Bürgerbuslinie zu unterstützen.

Spezialanfertigung

Vor dem frisch gewählten Vorstand liegt ein straffer Zeitplan: Steht ein Streckenplan fest, müsse dieser dem Land Niedersachsen zur Genehmigung vorgelegt werden, erläuterte die Vorsitzende. Erst dann und auch nur bis Ende April könne der Förderantrag für das Fahrzeug gestellt werden. Wird dieser positiv beschieden, könne der Bus bestellt werden, der mit 100000 Euro kalkuliert werden muss. Da es sich um eine Spezialanfertigung handelt, ist mit einer Lieferzeit von bis zu neun Monaten zu rechnen.  Bei der Finanzierung des Busses kann der Verein mit einem Festzuschuss von 75000 Euro durch das Land Niedersachsen rechnen. „Von den verbleibenden 25 Prozent werden wiederum 75 Prozent von der Planos übernommen“, sagte Müssen. Hinsichtlich der restlichen 5000 Euro hofft der Verein auf einen Zuschuss durch die Gemeinde.

Einladung zur Gründungsversammlung

Ein Team ist bereit, zu starten!
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wallenhorst und Lotte ein zur Gründungsversammlung des BürgerBus-Vereins Wallenhorst-Wersen, die
am 21. März 2018, um 19.00 Uhr
in der Hofstelle Duling,Drosselweg 2, Wallenhorst
stattfinden soll.
Die Gemeinden Wallenhorst und Lotte werden mit Bürgermeister/Stellvertreter dabei sein, worüber wir uns sehr freuen. Außerdem begrüßen wir den Vorsitzenden des BürgerBus-Vereins Westerstede e.V., Jens Rowolt, der über die Erfolgsgeschichte eines BürgerBusses berichten und natürlich Ihre/Eure Fragen beantworten wird.
An diesem Abend werden wir einen neuen Verein gründen. Bürger werden Anfang nächsten Jahres für Bürger in diesen Gemeinden auf festen Routen und nach einem festen Fahrplan fahren. Wir wollen Sie/Euch erreichen für mehr Mobilität, Unabhängigkeit und ein umweltfreundliches Konzept.
Wir wollen Menschen und Orte verbinden, zentrale Anlaufpunkte wie Einkaufsmärkte, Arztpraxen oder das Rathaus erreichen und darüber hinaus den Bahnhof Halen und den Ortsteil Wersen der Gemeinde Lotte anfahren. Als Vorreiter am „Speckgürtel“ von Osnabrück für das Prinzip BürgerBus freuen wir uns über jede Unterstützung.
Besonders angewiesen sind wir natürlich auf ehrenamtlich tätige Fahrer und Fahrerinnen. Wenn Sie Freude am Autofahren haben, über einen Führerschein der Klasse B verfügen und gesund sind, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Niemals wird Ihnen so viel Dankbarkeit entgegen gebracht wie in diesem Ehrenamt für die Menschen, die in Ihrer Nachbarschaft wohnen!
Ein Bus von Bürgern für alle Bürger. Wir freuen uns auf Sie /Euch.
Rückmeldungen an
Michael Reinemund               Dorothee Hoffmann                       Marion Müssen
Tel. 05407-59180                    05407-816350                             0171-3865093

Westfälische Nachrichten 19.03.2018

 

Neue Osnabrücker Zeitung 15.03.2018

VEREINSGRÜNDUNG AM MITTWOCH 21.03.2018
Umfrage in Wallenhorst zeigt: Bürger wollen Bürgerbus
Von Constantin Binder

Wallenhorst. Am kommenden Mittwoch will die Wallenhorster Bürgerbus-Initiative einen Verein gründen – und damit die Planungen für eine Busverbindung durch alle Ortsteile der Gemeinde voranbringen. Durch die Ergebnisse einer Umfrage sieht sich die Gruppe bestätigt.
„Der Bürgerbus bringt Vorteile für alle Ortsteile“ – das ist nach Ansicht der Wallenhorster Bürgerbus-Initiative die zentrale Erkenntnis einer Befragung in der Gemeinde. Wie die Gruppe jetzt mitteilte, beteiligten sich 135 Haushalte mit insgesamt 265 Bürgern aus allen Ortsteilen an der Befragung im Januar und Februar.
Die Nutzung eines Bürgerbusses „in Ergänzung des Linienbusangebotes der VOS Wallenhorst“ können sich demnach Bürger aller Altersstufen vorstellen, wobei der Schwerpunkt auf den über Vierzigjährigen liege. Vor allem für Besorgungen beim Einzelhandel sowie Besuche bei Banken, Ärzten und Behörden versprächen sich die Bürger Vorteile, analysierte die Gruppe. Viele Teilnehmer der Umfragen wollten mit dem Bürgerbus aber auch Veranstaltungen, Kirchen und Friedhöfe sowie das Wallenhorster Zentrum erreichen.
Gut für Kaufkraft und Kinder
„Offenbar hält Mobilität mit dem Bürgerbus Kaufkraft in der Gemeinde“, schlussfolgerte das Team, das die Befragung gemeinsam mit Martin Sturm vom Fahrgastverband Pro Bahn ausgewertet hatte. Auch Eltern sähen einen Bürgerbus als Erleichterung, weil ihre Kinder dank des Angebots leichter zum Sport, in die Gemeindezentren oder zu Freunden in anderen Ortsteilen gelangen könnten, ergänzte Marion Müssen als Sprecherin der Bürgerbus-Inititative auf Anfrage.
Bürgerbus bis nach Wersen?
Zudem wurde von vielen Teilnehmern ein Anschluss an den Bahnhof Halen gewünscht. Wie Müssen erläuterte, sei aus dem Lotter Rathaus überdies die Anregung gekommen, die Verbindung sogar bis nach Wersen weiterzuführen. Sobald die Planungen für die Verbindung bis nach Halen abgeschlossen seien, wolle die Gruppe deshalb die Anbindung nach Wersen prüfen.
Dieses Versprechen will die Initiative sogar in ihren Namen aufnehmen: Am kommenden Mittwoch will die Initiative offiziell den Verein „Bürgerbus Wallenhorst-Wersen“ gründen. Dieser Schritt ist formal erforderlich, um einen Bürgerbus betreiben zu dürfen. Zum Gründungstreffen am 21. März ab 19 Uhr in der Hofstelle Duling in Wallenhorst werden auch die Bürgermeister der Gemeinden Wallenhorst und Lotte kommen, außerdem will der Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins Westerstede, Jens Rowolt, „über die Erfolgsgeschichte eines Bürgerbusses berichten“ und Fragen beantworten, wie es in der Einladung heißt.
Weiterhin ehrenamtliche Fahrer gesucht
Das Bürgerbus-Team betonte in diesem Zusammenhang nochmals, dass das Projekt auf ehrenamtliche Fahrer angewiesen sei. Dabei habe die Bürgerbefragung bereits gezeigt, dass die Zahl derjenigen, die sich eine Unterstützung des Bürgerbusses vorstellen können, „bemerkenswert hoch“ sei, sagte Müssen. Als Fahrer infrage komme, wer Freude am Autofahren habe, über einen Führerschein der Klasse B verfüge und gesund sei. Der Bürgerbus wird ein speziell umgebauter Neunsitzer sein, der zunächst bestellt werden muss. Frühester Start in Wallenhorst dürfte Müssen zufolge deshalb im Februar oder März 2019 sein.

Bürger-Echo 28.03.2018

BürgerBus Wallenhorst-Wersen bringt Vorteile für alle Ortsteile

M. Sturm
Das lässt eine Haushaltsbefragung der Wallenhorster BürgerBus-Initiative erkennen. Jeder Haushalt in allen Ortsteilen hatte die Möglichkeit, sich an der kurzgehaltenen Befragung im Januar und Februar 2018 zu beteiligen.
135 Haushalte aus allen Ortsteilen haben für 265 Personen geantwortet. Nur ein Haushalt kann sich die Inanspruchnahme eines Bürgerbusses nicht vorstellen. Ein nicht überraschendes Ergebnis: Die Nutzung eines Bürgerbusses in Ergänzung des Linienbusangebotes der VOS Wallenhorst können sich Bürger aller Altersstufen vorstellen, wobei der Schwerpunkt auf den über Vierzigjährigen liegt. Vor allem im Zusammenhang mit Besorgungen beim Einzelhandel wie bei Banken, Ärzten und Behörden versprechen sich Bürger Vorteile, wollen mit dem Bürgerbus aber auch Veranstaltungen, Kirchen, Friedhöfe und immer wieder das Wallenhorster Zentrum erreichen. Offenbar hält Mobilität mit dem Bürgerbus Kaufkraft in der Gemeinde. Auch der Anknüpfungspunkt Bahnhof Halen wurde von vielen angekreuzt. Die Verbindung zwischen den Gemeinden Wallenhorst und Lotte scheint also durchaus gewünscht zu sein.
Bemerkenswert hoch ist die Zahl derjenigen, die sich eine Unterstützung des Wallenhorster Bürgerbusses als Fahrer oder bei der Organisation vorstellen können, freut sich Marion Müssen, Sprecherin der Bürgerbus-Initiative, die allen Teilnehmern an der anonymen Befragung dankt. Wer eine Unterstützung des Wallenhorster Bürgerbusses signalisiert habe, möge sich bitte in den kommenden Tagen bei Michael Reinemund Tel. 05407-59180, Dorothee Hoffmann Tel. 05407/816350, Marion Müssen Tel. 0171/3865093 melden.

Einladung zum 1. Busfahrertreffen

Wir brauchen Sie!

Beim erneuten Treffen der Initiative „pro BürgerBus Wallenhorst-Halen“ konnten sich die Teilnehmer über eine gute Resonanz bei der durchgeführten Haushaltsbefragung in der Gemeinde freuen. Ganz deutlich war zu erkennen, dass die geplanten Querverbindungen gewünscht werden. Die Hauptziele waren neben dem Zentrum Wallenhorst und den verschiedenen Einkaufsmärkten auch der Bahnhof in Halen, sowie die Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr nach Osnabrück und Bramsche. Ein Team wird sich jetzt kurzfristig an die Erarbeitung der Streckenführung machen.
Als nächstes ist dann das Treffen für die interessierten zukünftigen Busfahrer geplant. Es findet statt am 28.02. um 19:00 Uhr in der Geschäftsstelle der LEB, Hofstelle Duling, Drosselweg 2, Wallenhorst. Wir laden ausdrücklich alle Interessierten bei Würstchen und Salat ein, sich unverbindlich über unsere Initiative zu informieren. Auf die Frage: „Was würde es für mich bedeuten, wenn ich mich als Busfahrer melden würde?“ wollen wir Ihnen möglichst viele Antworten geben und Sie für das Projekt „Bürger fahren für Bürger“ begeistern.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Termin für die Vereinsgründung steht fest

Der "BürgerBus" steht nun vor der Vereinsgründung

Als Termin für die Gründung des Vereins "BürgerBus Wallenhorst-Halen" steht nun der 21.03.2018 fest.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Veranstaltungsort: Hofstelle Duling, Drosselweg 2, Wallenhorst
Beginn: 19:00 Uhr

Natürlich sucht auch unser Verein neue Mitstreiter. Wir versorgen Sie gerne mit Informationen - nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
Jeder ist willkommen!

Neue Osnabrücker Zeitung 21.02.2018

GRÜNDUNG AM 21. MÄRZ
Bürgerbus Wallenhorst soll Verein werden – und sucht Fahrer
Von Constantin Binder

Wallenhorst. Die Initiative „pro BürgerBus Wallenhorst“ macht Tempo: In einem Monat wollen die Mitstreiter einen Verein gründen, bereits kommende Woche wollen sie potenzielle Fahrer informieren. Doch trotz aller Unterstützung: Der erste Bus dürfte frühestens in einem Jahr rollen.
Auf der Internetseite der Initiative „pro BürgerBus Wallenhorst“ gibt es ihn schon, den Menüpunkt „Unser Verein“, hier stellen sich die Mitstreiter vor. Offiziell eingetragen ist die Gruppe allerdings noch nicht – doch das muss sie sein, um tatsächlich einen Bürgerbus anbieten zu können. „Ohne Verein dürfen wir das Fahrzeug nicht zulassen, ohne Verein dürfen wir keine Routen aufstellen“, sagt Marion Müssen vom BürgerBus-Team auf Anfrage. Nun, da die Initiative die Unterstützung der Gemeinde Wallenhorst, der Nahverkehrsplanungsgesellschaft Planos und des Betreibers Weser-Ems-Bus hat, soll deshalb die nächste Stufe gezündet werden – die Vereinsgründung.
Alle Bürger zur Vereinsgründung eingeladen
Am Mittwoch, 21. März, ab 19 Uhr sollen bei der Gründungsversammlung in der Hofstelle Duling die Formalia abgewickelt werden, die dafür erforderlich sind: Wahl des Vorstandes, Verabschiedung der Vereinssatzung, später dann Anmeldung beim Vereinsregister. Alle Wallenhorster Bürger seien herzlich eingeladen, teilt die Initiative mit.
Doch bis der erste Bus tatsächlich rollt, dürfte Müssen zufolge noch einige Zeit vergehen. „Zunächst werden wir die Fahrtrouten ausarbeiten, die dann vom Ministerium abgesegnet werden müssen“, sagt sie. Hierfür sei eine enge Abstimmung mit Gemeinde, Planos und Weser-Ems-Bus erforderlich. Auch mit der Gemeinde Lotte und den Verkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen wollen die Bürgerbusler reden: „Unsere Bedarfsabfrage hat ergeben, dass eine Anbindung an den Bahnhof Halen vielen Wallenhorstern wichtig ist“, sagt Müssen. Sie und ihre Mitstreiter wollen deshalb prüfen, ob der Bus sogar bis nach Wersen verkehren könne. Als positives Zeichen werte sie die Zusage des Lotter Bürgermeisters Rainer Lammers, ebenfalls zur Vereinsgründung zu kommen.
Günstiger als der ÖPNV?
In einem weiteren Schritt müsse zudem ein Fahrtarif abgestimmt werden, erläutert Müssen. „Hier wollen wir versuchen, günstiger zu werden als der Öffentliche Personennahverkehr.“ Mit dem Bürgerbus sollten auch „Menschen mit kleinerem Portemonnaie“ abgeholt werden, sagt sie. Und schließlich müsse das Fahrzeug bestellt werden: „Das ist das, was am längsten dauert“, schließlich handele es sich um eine Sonderanfertigung. Geschätzte Lieferzeit: sechs bis neun Monate. „Ich gehe aktuell davon aus, dass wir circa im Februar oder März 2019 starten können“, sagt Müssen.
Spätestens bis dann soll auch das Team von ehrenamtlichen Busfahrern stehen – denn ohne die funktioniert das Prinzip des Bürgerbusses nicht. „Bislang haben sich 16 Fahrer gemeldet“, bilanziert Müssen; bei der Umfrage zur Bedarfserhebung hätten weitere „16 bis 18 Leute“ Interesse bekundet. Um den Bus montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr im Takt betreiben zu können, sind Müssen zufolge etwa 25 Fahrer erforderlich. „Es ginge bestimmt auch mit 20 Fahrern, aber dann wäre der Zeitaufwand für jeden einzelnen größer“, sagt sie.
Info-Treffen für ehrenamtliche Fahrer
Um Interessenten zu vermitteln, worauf es als ehrenamtlicher Busfahrer ankommt, lädt die Initiative bereits am kommenden
Mittwoch, 28. Februar, in die Hofstelle Duling ein. Ab 19 Uhr
sollen in der dortigen Geschäftsstelle der LEB alle Fragen zum Projekt „Bürger fahren für Bürger“ beantwortet werden. Ehrenamtlicher Busfahrer werden kann Müssen zufolge grundsätzlich jeder, der seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein der Klasse B (Anmerkung: bzw. Klasse III) hat. Vor Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit erfolge eine Gesundheitsprüfung einschließlich Sehtest, versichert seien die Fahrer später über die Berufsgenossenschaft.

Bürger-Echo 31.01.2017

Bürgerbus soll in einem Jahr am Start sein

Verein soll am 21. März gegründet werden – Zusagen von ehrenamtlichen Busfahrern – Testfahrten in Schüttorf und Wildeshausen – Auch Nachbargemeinde Lotte interessiert

Der Wallenhorster Bürgerbus nimmt Fahrt auf. Wenn alles nach Plan läuft, kann es in etwa einem Jahr mit dem Betrieb losgehen, erwartet Marion Müssen.
Die Sprecherin der ehrenamtlichen Initiative zeigt sich im Gespräch mit dem Bürger-Echo optimistisch: „Das Interesse ist nach wie vor groß. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Nach intensiven Vorarbeiten soll in naher Zukunft ein Förderverein gegründet werden, der die Realisierung des Bürgerbusses weiter vorantreiben soll. Die Gründungsversammlung ist für den 21. März – wahrscheinlich im Hof Duling – geplant. Die Vorbereitung laufe derzeit auf Hochtouren. Weitere Details werde die Initiative in naher Zukunft bekanntgeben.
Sehr erfreut ist die Initiative Bürgerbus auch darüber, dass sich inzwischen ein fester Stamm von Busfahrern gefunden hat. „Wir haben mittlerweile rund ein Dutzend Zusagen und sind zuversichtlich, dass bald noch weitere dazu kommen“, berichtet Marion Müssen. Sie ist sich auch sicher, dass rechtzeitig ein passendes Fahrzeug zur Verfügung stehen wird. Wie ein Bürgerbus-Shuttle funktionieren kann, hat die Initiative vor kurzem bei Testfahrten in Schüttorf und Wildeshausen erlebt, wo es schon seit längerer Zeit ein entsprechendes Angebot gibt.
Der genaue Streckenverlauf werde in den nächsten Wochen und Monaten in enger Abstimmung mit dem Anbieter Weser-Ems-Bus und der Gemeinde Wallenhorst abgestimmt. Zuspruch habe die Initiative Bürgerbus Wallenhorst in jüngster Zeit auch von der Nachbarkommune Lotte bekommen, berichtet Marion Müssen. „Von dort wurde uns signalisiert, dass der Bürgerbus nicht nur bis zum Bahnhof in Halen, sondern am besten auch bis nach Wersen fahren sollte.“ Ob das gelingen kann, werde – wie viele andere Details – in den nächsten Wochen und Monaten besprochen. Entscheidend
sei, dass die Richtung stimmt: „Für den Wallenhorster Bürgerbus stehen die Ampeln auf Grün“. (H.)

Mit dem Bus auf Werbetour durch die Gemeinde

Besuch aus anderen BürgerBus-Vereinen

Am Samstag, den 20.01.2018 hatten wir Gäste aus dem BürgerBus-Verein "Schüttorf-Ohne-Wettringen" in unserer Gemeinde, die sogar mit dem eigenen Bus kamen! Einige Mitglieder der Initiativgruppe "ProBürgerBus Wallenhorst" fuhren dann mit dem Achtsitzerbus 4 verschiedene Einkaufscentren im Wallenhorster Gebiet an, um interessierte Bürger auf unsere Pläne aufmerksam zu machen.

Wir konnten einiges Interesse wecken und manche Fragen beantworten. Auch gab es manche aufmunternde Worte und Stellungnahmen zum Vorhaben, einen BürgerBus durch die Gemeinde rollen zu lassen.

Bei etwas besserem Wetter wiederholten wir die Tour am Freitag, 26.01. mit einem BürgerBus aus Wildeshausen.

An dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank an die Gästebusfahrer*in, die ihre freie Zeit auch noch für fremde Gemeinden einsetzten.

D.Hoffmann

Neue Osnabrücker Zeitung 24.01.2018

  

Initiatoren informieren über Linie

Bürgerbus auf Vorstellungsrunde durch Wallenhorst

Von Christina Halbach

 Wallenhorst. Ein „Bürgerbus zum Anfassen“ machte die Runde durch die vier Ortsteile: Die Initiatoren nutzte den Wochenendeinkauf der Wallenhorster, um das Gefährt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.   

„Einmal anschnallen bitte“, heißt es, bevor sich der Kleinbus auf dem Parkplatz des Wallenhorster E-Centers in Bewegung setzt. Nach dem Start in Hollage geht es jetzt weiter zum Einkaufscenter in Lechtingen. Nach einem halbstündigen Stop markiert der Markant Markt in Rulle den Endpunkt der Tour. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und einen Bürgerbus zum Anfassen bieten“, erläutert Marion Müssen das Ziel der Rundfahrt. Sie ist Motor der Initiative, hat aber mittlerweile ein festes Unterstützerteam an ihrer Seite. Gemeinsam verteilen sie Flyer, sprechen Bürger an und weisen auf die Bedarfsabfrage hin, die der aktuellen Ausgabe des Bürgerechos beiliegt. Die Ergebnisse sollen, so die Hoffnung der Initiatoren, Aufschluss über Bedarfe und die künftige Linienführung geben.

Bis zu 350 Kilogramm zulässig

Es ist nicht leicht an diesem Vormittag: Schneidend kalt ist es und jeder möchte schnell zu seinem Auto oder seine Einkäufe erledigen. Die Bürgerbus-Gruppe zeigt sich trotzdem zufrieden mit der Resonanz, ist aber auch froh, als sie wieder im geheizten Kleinbus sitzt. Interessierte Bürger sind nicht dabei: Sie dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nicht mitgenommen werden. Acht Sitze bietet das Gefährt, im Eingangsbereich ist noch Platz für einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl, denen der Einstieg über eine ausklappbare Rampe erleichtert werden kann. Auch ein elektrischer Rolli darf transportiert werden: „Bis zu 350 Kilogramm sind zulässig“, erläutert Engelbert Rauen, zweiter Vorsitzender der Bürgerbuslinie Schüttorf Ohne Wettringen. Der Verein hat ihren Kleinbus für die Rundtour zur Verfügung gestellt und auch ihren langjährigen Fahrer Johann Steinicke mitgebracht. Seit acht Jahren unterstützt er die ehrenamtliche Initiative nicht nur am Steuer, sondern auch als erster Vorsitzender. Der stundenweise Umstieg vom Pkw auf den sieben Meter langen Kleinbus habe ihm vor acht Jahren keine Probleme bereitet: „Jeder kann nach einer kurzen Eingewöhnungszeit einen solchen Bus fahren“, ist er überzeugt.

Bildschirm hinter der Fahrerkabine

Während der Fahrt über die B68 zum Lechtinger E-Center sorgt ein Bildschirm hinter der Fahrerkabine für informative Unterhaltung:  Firmen aus der Region Schüttorf haben dort ihre Werbung geschaltet, was dem Verein zusätzliche Einnahmen bringt: Bis zu 4000 bis 5000 Euro könnten dadurch jährlich auch in die Kasse der Wallenhorster Bürgerbuslinie gespült werden, meint Müssen.

Fragebögen auswerten

Die To-do-Liste für die nächsten Wochen hat sie genau im Kopf: Am 5. Februar sollen die Fragebögen ausgewertet und eine Linienführung ausgearbeitet werden. Außenbereiche wie Brockhausen, den Gruthügel, Rulle-Ost und im Idealfall auch den Bahnhof im nordrhein-westfälischen Halen anzubinden, gehört dabei zu den Hauptzielen der Initiative. Unterstützt werden sie von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und der Weser-Ems-Bus GmbH. Sie ist Konzessionärin der geplanten Bürgerbuslinie und leistet zugleich Hilfestellung in Sachen Fahrertraining. Bislang hätten, so Müssen, 14 Personen Interesse an dem ehrenamtlichen Fahrdienst bekundet. Für den 21. März ist die Gründung des Vereins geplant, der die Geschicke des Bürgerbusses lenken soll.

Zur Sache

Am Freitag, 26. Januar, wiederholt die „Pro Bürgerbus“ – Initiative ihre Rundfahrt durch die Gemeinde. Antreffen kann den Bürgerbus um 9 Uhr am Markant-Markt in Rulle, um 10.15 Uhr am Edeka-Center in Lechtingen, 11.30 Uhr am Edeka-Center in Wallenhorst und 12.45 Uhr am Edeka-Center in Hollage.

Haushaltsbefragung Januar 2018

In der Ausgabe des "Bürger-Echos" vom 17.01. ist eine doppelseitige Haushaltsbefragung erschienen, um den tatsächlichen Bedarf der Bewohner aller Ortsteile abzufragen. Denn wir möchten natürlich möglichst viele zukünftige Fahrgäste ansprechen.

Je mehr ausgefüllte  Fragebögen zurückgesandt werden, desto passgenauer können wir später den Streckenverlauf des BürgerBusses planen.

Deshalb bitten wir um rege Beteiligung an der Umfrage.

Der Bus rollt!

D. Hoffmann 

Damit sich alle Interessierten ein Bild von einem „echten“ BürgerBus machen können, werden wir ihn vor Ort vorstellen.

Am 20.01.2018 werden wir mit einem Bus verschiedene Stationen im Wallenhorster Bereich anfahren und Ihnen die Gelegenheit geben, einmal einzusteigen und Fragen rund um das Thema zu stellen.

Wir starten um 9:00 Uhr vor dem Edeka-Markt in Hollage mit dem BürgerBus aus Schüttorf Ohne Wettringen und fahren bis ca. 14:00 Uhr auch andere Verbrauchermärkte und Ziele in der Gemeinde an.

Auch am 26.01.2018 gibt es den BürgerBus zum Anfassen, er kommt dann aus Wildeshausen. Beginnen wird die Tour vor dem MARKANT-Markt Glissmann in Rulle.

 

Also: Seien Sie dabei, entdecken Sie den BürgerBus!

BürgerBus Homepage

Neue Osnabrücker Zeitung 21.12.2017

Bürgerbus soll Ränder anfahren

Initiative bereitet Bedarfsabfrage vor

hedi WALLENHORST. In Wallenhorst wird über die Einrichtung eines von Ehrenamtlichen gefahrenen Bürgerbusses als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) diskutiert. Eine Bürgerbus-Initiative hat sich gegründet.

Die Randbereiche der Ortsteile, die das Streckennetz des ÖPNV nicht abdeckt, etwa Rulle-Ost, den Lechtinger Gruthügel oder Hollage-Brockhausen, soll ein Bürgerbus ansteuern. Als Bus ist ein Achtsitzer in Sonderanfertigung angedacht. Er würde die Bürger dann zu zentralen Stellen der Gemeinde chauffieren: etwa zum Rathaus, zu Einkaufszentren, Ärzten und kulturellen Einrichtungen. Es sei auch eine Anbindung an den Halener Bahnhof geplant, erklärt Mitinitiatorin Marion Müssen.

Sie bereitet derzeit mit Mitstreitern die Bedarfsabfrage vor, die Mitte Januar 2018 über das „Bürgerecho“ an alle Haushalte übermittelt werden soll. „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung“, betont Müssen. Ebenfalls für Januar sind zur Veranschaulichung Bürgerbus-Fahrten durch Wallenhorst von Vereinen mit bewährtem Angebot aus Wildeshausen und Warendorf geplant. Die Umfrage soll im Februar ausgewertet sein, ehe im März die Vereins-gründung ansteht.

Der Bürgerbus sei für alle da, Senioren ebenso wie jüngere Menschen ohne Auto. Es gibt bereits einige Mitstreiter und Interessierte. Auch die Gemeindeverwaltung steht hinter dem Projekt.

Sollte es grünes Licht für die Idee geben, möchten die Initiatoren ein Achtsitzer-Sondermodell anfertigen lasse, das 85 000 bis 95 000 Euro kostet. Die Initiative rechnet mit hohen Zuschüssen von Land und Landkreis. „Wir hoffen, dass wir das Fahrzeug Anfang 2019 in Empfang nehmen können.“

Die Bürgerbus-Initiative sucht weitere Ehrenamtliche, die sich als Fahrer oder bei der Vereinsgründung einbringen wollen. Weitere Infos bei Marion Müssen, Telefon 0171/386 50 93.

Losverkauf auf dem Wallenhorster Weihnachtsmarkt

D.Hoffmann

Sozusagen „über Nacht“ wurde die Idee geboren, das BürgerBus-Projekt auf dem Wallenhorster Weihnachtsmarkt bekannter zu machen.

Wir konnten, dank einiger Sponsoren und Mitstreiter, eine Tombola organisieren und verkauften an den 2 Markttagen tatsächlich über 1000 Lose. Rechnerisch gab es für jedes 10. Los einen schönen Preis.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns ganz herzlich für die freundliche Unterstützung der Gruppe „Wir für Wallenhorst“ bedanken, die uns nicht nur zu einer Marktbude verhalf, sondern auch den Hauptpreis sowie einige weitere wertvolle Preise zur Verfügung stellten.

Gewonnen hat auch der BürgerBus, denn wir konnten viele Interessierte ansprechen und informieren. In einigen Gesprächen kristallisierte sich auch die Bereitschaft zum Mitmachen heraus.

Inzwischen ist unsere Gruppe schon größer geworden, aber natürlich sind wir weiterhin auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die sich engagieren wollen. Ob nun als Busfahrer oder in anderen Bereichen des zukünftigen Vereins. Melden Sie sich also gerne bei uns.

Neue Osnabrücker Zeitung 16.11.2017

Initiative informiert Vereine und Verbände: Schon 18 Ehrenamtliche wollen Bürgerbus in Wallenhorst fahren

Von Christina Halbach

Wallenhorst. Die Bürgerbus-Initiative hat jetzt im Wallenhorster Rathaus Vereine und Verbände über das ehrenamtliche Nahverkehrskonzept informiert. Marion Müssen warb nachdrücklich für das Projekt und weitere Mitstreiter.

Die Mitinitiatorin hat sich gut vorbereitet: Vor einem Ortsplan der Gemeinde Wallenhorst stehend, zeigt Müssen auf das Streckennetz des aktuell verabschiedeten neuen ÖPNV-Konzeptes – eingezeichnet mit Textmarker: „Ich nenne das immer das Skelett. Dazwischen sind noch viele weiße Flecken. Unsere Aufgabe ist, daran Fleisch zu kriegen“,  erklärt sie das Ziel der Bürgerbus-Initiative.

In der jüngsten Veranstaltung ging es vor allem darum, das Projekt in die Breite zu kommunizieren sowie Vereine und Verbände als Multiplikatoren zu gewinnen. An die 30 Teilnehmer waren der Einladung des Seniorenbeirats, Mitinitiator der Bürgerbusidee, gefolgt. Darunter Vertreter des Sozialverbandes Wallenhorst, des Hospizvereins der Andreasgemeinde oder der Kreisfrauenunion. Ihnen stellte Müssen die wesentlichen Eckdaten des Projekts vor: In Wallenhorst sollen Menschen in schlecht bis gar nicht angebundenen Ortsteilen, wie Rulle-Ost, Lechtinger Gruthügel oder Brockhausen, von einem Bürgerbus profitieren. Dieser soll zentrale Punkte wie das Rathaus, Supermärkte, Ärzte oder kulturelle Einrichtungen anfahren.

„Wir wollen, dass ältere Menschen, Jugendliche sowie Menschen ohne Auto selbstbestimmt und mobil bleiben oder wieder werden“, stellte Müssen fest. In puncto Kosten für Fahrzeugbeschaffung, Gesundheitsprüfung oder Fahrzeugversicherung könne mit hohen Zuschüssen vom Land und Landkreis gerechnet werden. Außerdem hoffen die Initiatoren auf Unterstützung durch die Gemeinde.

Ehrenamtliche gefordert

Bürgermeister Otto Steinkamp steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber. Entscheidend sei, eine Bürgerbus-Linie und das ÖPNV-Konzept sinnvoll miteinander zu verzahnen. Zugleich merkte er an: „Der Bürgerbus fußt auf einem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement. Das ist eine Ressource, die nicht mehr endlos ist.“ So ist ein Pool von bis zu 30 ehrenamtlichen Fahrern erforderlich, um in Wallenhorst eine Bürgerbuslinie erfolgreich zu betreiben.

Müssen konnte hier eine positive Zwischenbilanz ziehen: 18 Personen hätten bislang Interesse am Fahrdienst bekundet. Erforderlich ist dafür: Ein Führerschein sowie eine erfolgreiche Gesundheitsprüfung vor einem Arbeitsmediziner.

Beispiel Wildeshausen

Volkmar Havemann, der zum Fahrerstamm der Bürgerbus-Initiative in Wildeshausen gehört, war auch vor Ort und warb für den ehrenamtlichen Dienst: „Wir haben Fahrer, die sind mittlerweile seit sechs Jahren dabei. Die wollen nicht darauf verzichten, weil sie so viel von den Fahrgästen zurück bekommen.“ In seiner rund 20.000 Einwohner starken Gemeinde habe sich der Bürgerbus gut etabliert: Zweistellige Fahrgast-Zuwachsraten verzeichne die Linie pro Jahr, 48.000 Personen hätten den Bürgerbus bislang in diesem Jahr genutzt, erklärte er auf Nachfrage. Klar stellte er aber auch, dass der Bürgerbus ausschließlich Haltestellen bediene: „Man kann nicht an jeder Haustür anhalten.“

Veranstaltungsteilnehmer Walter Pakebusch, Vorsitzender des Sozialverbandes in Wallenhorst, sieht die Notwendigkeit eines Bürgerbusses: „Man ist in einem Alter, in dem man das gut gebrauchen kann.“ Er will die Idee in der Jahreshauptversammlung seines Ortsverbandes im Februar vorstellen lassen. Weiterlesen: Ehrenamtliche für geplante Bürgerbuslinie in Wallenhorst gesucht

Haushaltsbefragung

Bis dahin liegt noch einiges an Arbeit vor der Initiative: Anfang des Jahres strebt sie im Rahmen einer Haushaltsbefragung eine Bedarfsanalyse an. Dafür sollen nach jetzigem Stand dem Bürgerecho entsprechende Fragebögen beigelegt werden. „Dadurch sollen alle Haushalte erreicht werden und nicht nur die abgelegenen Ortsteile“, sagte Sabine Steinkamp. Für März 2018 ist dann die Gründung des Vereins geplant, der die Geschicke des Bürgerbusses lenken soll.

Foto: Christina Halbach

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Bürger-Echo 08.11.2017

Besuch beim BürgerBus-Verein Schüttorf Ohne Wettringen

Der Zusammenhalt der BürgerBus-Vereine in Niedersachsen ist außergewöhnlich, spontan, hilfsbereit und hilfreich. Ohne sich zu kennen, ein Anruf genügt, kommt sofort die Antwort: „Natürlich seid Ihr willkommen und wir helfen Euch.“

Alle wissen noch von den Anfangsschwierigkeiten, die auftauchen, wenn man ein Projekt wie den BürgerBus startet.

Der BürgerBus-Verein Schüttorf Ohne Wettringen (SOW) fährt auf niedersächsischer Seite die Gemeinde Schüttorf und Ohne, auf nordrhein-westfälischer Seite die Gemeinde Wettringen an. Diese landesübergreifende Fahrstrecke ist in Niedersachsen einzigartig. Da auch die Initiative für einen BürgerBus in Wallenhorst plant, den Halener Bahnhof anzubinden, konnte der Vorsitzende, Josef Steinicke insbesondere zur finanziellen Ausstattung „seines“ Vereins hilfreiche Tipps geben.

Die Gewinnung von Fahrern und Fahrerinnen, das wichtigste Kapital eines BürgerBus-Vereins, ist in SOW selten ein Problem. Die Einwohner/Innen wissen um den Wert ihres Busses und stehen gerne zur Verfügung.

Um einen reibungslosen Fahrbetrieb zu ermöglichen, erstellte der BürgerBus-Vorsitzende vor einigen Jahren ein spezielles Programm, das dem Fahrer/der Fahrerin Auskunft darüber gibt, ob die nächste Haltestelle pünktlich erreicht wird und der Fahrplan eingehalten werden kann, wie viele Personen den Bus an den jeweiligen Haltestellen genutzt haben. Fahrer und Fahrerinnen haben über einen internen Zugang die Möglichkeit, sich in den Dienstplan einzutragen. Mehr als 80 BürgerBus-Vereine in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nutzen dieses Programm zwischenzeitlich. Auch wir waren begeistert.

Am 22. November 2017 findet das nächste Treffen der Initiative proBürgerBus Wallenhorst statt. Treffpunkt ist wieder das Ruller Haus an der Klosterstraße im OT Rulle. Wir laden alle Interessierten ab 19.30 Uhr ein, mit uns weiter an diesem Projekt zur arbeiten.

Marion Müssen

Sprecherin der Initiative proBürgerBus Wallenhorst

Neue Osnabrücker Zeitung 30.10.2017

 

Treffen in Rulle: Wallenhorster Bürgerbusinitiative sucht Fahrer

Von Claudia Sarrazin 

Die Initiativgruppe Bürgerbus Wallenhorst ist optimistisch, dass ihr Vorhaben Realität wird und plant so, dass die erste Fahrt schon 2018 sein könnte.   

Wallenhorst . Bei einem Treffen im Ruller Haus zeigten sich die Initiatoren der Bürgerbus-Idee in Wallenhorst optimistisch: Sie berichteten über ihre Fortschritte wie den fertigen Flyer, bildeten Arbeitsgruppen für verschiedene Themen und planten die nächsten Schritte.

Das Treffen der Initiative für den Bürgerbus leitete Marion Müssen. Auf die Frage, wann der erste Bürgerbus fahren würde, antwortete sie: „Ich hoffe, 2018“. Um dieses Ziel zu erreichen, bildeten unter andere Arbeitsgemeinschaften zu einzelnen Unterthemen.

Anschubfinanzierung

In Bezug auf die Anschubfinanzierung rechnete Müssen vor, dass ein entsprechendes Fahrzeug circa 86.000 Euro kosten würde. Allerdings sei mit hohen Zuschüssen vom Land und vom Landkreis zu rechnen, so dass der Verein am Ende voraussichtlich nur rund 5475 Euro selbst tragen müsse. Außerdem kalkulierte Müssen mit Kosten von 7500 Euro für die Gesundheitsprüfung und die Personenbeförderungsscheine für 30 Fahrer, circa 4000 Euro für die Fahrzeugversicherung und rund 3000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit. So kam sie auf eine notwendige Anschubfinanzierung von rund 22.000 Euro. Hier hofften die Bürgerbus-Initiatoren auf Unterstützung seitens der Gemeinde in Bezug auf die Fahrzeuganschaffung. Außerdem wollen sie nach Fördermöglichkeiten und Unterstützung durch Stiftungen und Sponsoren Ausschau gehalten.

Methoden der Bedarfsumfrage

Was die geplante Bedarfsumfrage anging, fürchtete die Initiativgruppe, dass gerade ältere Bürger mit Blick auf die richtigen und allgegenwärtigen Warnungen vor Telefonbetrügern daran nicht teilnehmen würden. Einigkeit herrschte auch darüber, dass ausgelegte Umfragebögen zu leicht manipulierbar beziehungsweise nicht repräsentativ genug seien. Hier soll eine entsprechende Arbeitsgruppe einen besseren Vorschlag machen.

Wie man Fahrer wird

Ohne Fahrer, kein Bürgerbus: Daher berichtete Reinhold Zaun, der als Hollager für einen Pflegedienst in Bramsche fährt, dass er dafür im Wallenhorster Bürgerbüro einen entsprechenden Antrag gestellt habe. Die Verwaltung habe dann dafür ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert. Und er sei bei einem Arbeitsmediziner mit entsprechender Berechtigung zu einer umfangreichen ärztliche Untersuchung gewesen. „Bei Fahrern über 60 Jahren wird zusätzlich noch die Belastbarkeit geprüft und man erhält die Fahrerlaubnis für fünf Jahre“, so Zaun, der auch für den Bürgerbus fahren würde.

Streckenführung und Kosten

Auch wenn die Planungen für eine Streckenführung noch nicht anstehen, kam das Thema kurz auf. Alle waren sich einig: Der Stundentakt ist wichtig. Es soll Schnittpunkte mit dem Öffentlichen Nahverkehr zum Umsteigen geben, aber der Bürgerbus soll keine Konkurrenz sein. Und man muss kein Mitglied im Bürgerbusverein sein, um ihn nutzen zu können. Außerdem wusste die Initiativgruppe: Der übliche Preis für eine Fahrt beträgt bei anderen Bürgerbusvereinen einen Euro.

Neue Mitglieder

Neben Zaun waren auch Monika Strunk und Heinz-Josef Meyering vom Gruthügel zum ersten Mal beim Treffen der Initiativgruppe: „Ich habe schon ordentlich Werbung für den Bürgerbus gemacht, bei uns ist ja nichts“, so Strunk. Meyering erklärte, er wolle Fahrer werden.

Weitere Informationen

Wer mehr über den Bürgerbus erfahren will, findet erste Informationen und Kontaktdaten im Flyer „Der Bürgerbus“. Auch in den Bürgerforen am Mittwoch, 1. November, in Wallenhorst und am Mittwoch, 8. November, in Hollage wird der Bürgerbus ein Thema sein. Außerdem kommt der Bürgerbus aus Wildeshausen am Sonntag, 5. November, um 18 Uhr zu einer Veranstaltung des Seniorenbeirats, die im Rathaus stattfindet. Weitere Informationen gibt es zudem per Mail an [email protected]

 

Bürger-Echo 27.09.2017

Alle Ampeln stehen auf Grün

Bürgerbus: Initiative startet Info-Offensive – Gemeinde signalisiert erneut Unterstützung

Der Countdown für den Wallenhorster Bürgerbus läuft weiter: In den nächsten Wochen und Monaten sollen zunächst die Bürgerinnen und Bürger noch inten­siver über das Vorhaben informiert werden. Wesentliche Fakten sind in einem frisch fertiggestellten Flyer zusammengestellt, der alsbald an alle Wallenhorster Haushalte verteilt werden soll. Parallel zu der Info-Offensive soll auf Grundlage des neuen ÖPNV-Konzepts eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. „Wenn al­les gut geht, können alle relevanten Fakten 2018 auf dem Tisch liegen, die für den Start benötigt werden“, betonte die Sprecherin Marion Müssen bei dem jüngsten, mit rund 20 Teilnehmern erneut gut besuchten Treffen der Initiative Bürgerbus im Ruller Haus.

Bei mehreren Vorab-Treffen im kleineren Kreis hatte die Initiative bereits mehrere zuvor noch offene Fragen geklärt. Neben möglichen Routen durch das Gemeinde­gebiet und etlichen Rechtsfragen stand dabei auch der Fahrpreis im Mittelpunkt. Ein wichtiges Ergebnis sei die Zusicherung der PlaNOS, dass der in Wallenhorst aktive ÖPNV-Anbieter keine Einwände gegen besonders preisgünstige Tickets – angedacht ist ein Fahrpreis von einem Euro – für den Bürgerbus erheben wird. Teilweise offen sind allerdings noch andere Fragen wie etwa Fördermöglichkeiten und welche Voraussetzungen die ehrenamtlichen Busfahrer mitbringen müssen.

„Auch daran arbeiten wir mit Hochdruck“, erklärte Marion Müssen. Sicher sei bereits, dass die Ampeln für den Bürgerbus überall auf Grün stehen. So stehen gleich mehrere Töpfe mit Fördergeldern bereit, aus denen die Anschaffung und der Betrieb des Bürgerbusses bezahlt werden kann. Bürgermeister Otto Stein­kamp hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass die Gemeinde den Bür­gerbus unterstützen wird. Der Allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, Rü­diger Mittmann, bekräftigte das bei dem jüngsten Initiativen-Treffen noch einmal. Gegenüber dem Bürger-Echo kündigte er an, dass der neue Bürgerbus-Flyer in der Bürger-Echo-Ausgabe vom 11. Oktober auf einer der Gemeinde-Seiten ab­gedruckt werden soll.

Gut eine Woche später soll am 19. Oktober im Gemeinderat die Entscheidung über das neue ÖPNV-Konzept fallen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Ganze dann verabschieden können und die entscheidenden Fragen geklärt sind“, erklärte der Vorsitzende der SPD/FDP-Ratsgruppe, Guido Pott: „Danach können wir genau absehen, wo zusätzlicher Bedarf besteht, den dann ein Bürgerbus ab­decken könnte.“ Damit schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden können, werde er dafür sorgen, dass die Initiative Bürgerbus zur nächsten Sitzung des zuständi­gen Fachausschusses eingeladen wird, kündigte Guido Pott an. Auf Grundlage des ÖPNV-Angebots könne die Politik dann gestützt auf sichere Fakten mit der Initiative über mögliche Zusatzangebote sprechen.

Mehr Infos über den Bürgerbus wird es in nächster Zeit auf mehreren Veran­staltungen geben. Zum einen habe Bürgermeister Otto Steinkamp versprochen, das Thema bei den in jedem Ortsteil stattfindenden Bürgerforen anzusprechen, berichtete Marion Müssen. Für Positiv-Werbung möchte die Initiative auch bei zwei großen Veranstaltungen des Wallenhorster Seniorenbeirats sorgen. Der ers­te wichtige Termin ist der Internationale Seniorentag am 5. Oktober, bei dem es ab 15 Uhr im Rathaus auch eine Ausstellung zum Thema Bürgerbus geben wird.

Noch mehr Resonanz erwartet die Initiative am 15. November, wenn der Seni­orenbeirat die Mitglieder aller Wallenhorster Vereine und Verbände in den Rat­haussaal einlädt. „Wir hoffen, dass wir dort möglichst viele Mitstreiter für den Bürgerbus gewinnen“, erklärte die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Marlen Bey­er. So sei der Bürgerbus längst nicht nur ein sinnvolles Angebot für ältere Men­schen. Auch Familien, Kinder und Jugendliche können durch die zusätzlichen Fahrten und Verbindungen zum Sparpreis profitieren. Bei beiden Veranstaltun­gen könne man sich den bereits in Wildeshausen fahrenden Bürgerbus vor dem Wallenhorster Rathaus anschauen.

Dass die Initiative Bürgerbus auf einem guten Weg ist, bestätigte auch die erst­mals anwesende LEB-Bereichsleiterin Gabriele Wosnitza, die vor gut zwei Jahren zum Gründungsteam der Bürgerbus-Initiative in Badbergen gehört hatte. Ge­stützt auf ihre Erfahrungen könne sie sagen, dass die Wallenhorster Initiative gute Erfolgsaussichten hat. Voraussetzung sei allerdings, dass genügend ehrenamtli­che Fahrer für den Bürgerbus gefunden werden. Inzwischen ist bekannt, dass für einen reibungslosen Betrieb ein fester Stamm von mindestens 20 Fahrern benö­tigt wird. Marion Müssen zeigte sich auch hier zuversichtlich. Inzwischen gebe es eine Reihe von Interessenten, die lieber heute als morgen starten würden. Bis es so weit ist, gebe es aber noch viel zu tun, waren sich die Anwesenden einig. Das nächste Treffen der Initiative Bürgerbus findet am Donnerstag, 20. Oktober, um 18 Uhr erneut im Ruller Haus statt. (H.)

Bürger-Echo 30.08.2017

Bürgerbus: „Genauigkeit wichtiger als Schnelligkeit“

Gute Resonanz beim dritten Treffen der Initiative –Bürgermeister sagt erneut Unterstützung zu –

Vor dem Start muss der Bedarf ermittelt werden

„Das ist eine sehr gute Sache, die wir als Gemeinde Wallenhorst gern unterstützen“. Bürgermeister Otto Steinkamp machte auch bei dem dritten Treffen der Initiative klar, dass ein Bürgerbus eine sinnvolle Ergänzung eines attraktiven ÖPNV-Angebots sein kann. Dass dies viele Wallenhorster genau so sehen, machte die gute Resonanz deutlich. Mehr als 20 Interessenten waren ins Ruller Haus gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.

Viele signalisierten auch ihre Bereitschaft zum Mitmachen.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse und sind zuversichtlich, dass aus der Bürgerbus-Idee ein Erfolgsmodell für Wallenhorst wird“, freute sich die Mit-Initiatorin Marion Müssen. Bevor es so weit ist, müsse aber noch viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt werden. So sei es mit dem Erwerb und der Unterhaltung eines Fahrzeugs bei weitem nicht getan. Damit der Bürgerbus – wie gewünscht – wochentags zu regelmäßigen Zeiten verlässlich im Gemeindegebiet unterwegs sein kann, sei unter anderem auch ein fester Stamm von 20 bis 30 ehrenamtlichen Fahrern erforderlich. Diese Zahl sei zwar noch nicht erreicht, aber mit etwas Rückenwind für den Bürgerbus durchaus erreichbar, betonte Stefan Düing: „Jetzt ist es an der Zeit, nach vorn zu blicken und frohen Mutes mit der Arbeit zu beginnen.“

Die Initiative Bürgerbus sei zwar von der UWG-Ratsfraktion angestoßen worden, soll aber künftig als Bürgerinitiative ohne politischen Einfluss auf eine breite Basis gestellt werden. Großes Lob für die Initiative gab es vom eigens zu dem Treffen ins Ruller Haus gekommenen Pro Bahn-Sprecher Martin Sturm: „Was Sie hier machen, ist vorbildlich. Ich bringe hier gern meine Erfahrungen mit ein.“ Martin Sturm machte aber zugleich auch deutlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist: „Lassen Sie sich die Zeit für das Projekt, die sie brauchen. Dabei ist Genauigkeit wichtiger als Schnelligkeit.“

Auf die lange Bank möchten die Bürgerbus-Aktiven das Projekt allerdings nicht schieben. Vielmehr soll es nun Schritt für Schritt voran gehen. Bis zum nächsten, Mitte September erneut im Ruller Haus geplanten Treffen soll sich ein Kümmerer-Kreis finden, der bereits wichtige Fragen abklären und eine für die nahe Zukunft geplante Vereinsgründung „Pro Bürgerbus“ vorbereiten soll. In dem Verein sollen dann die Fäden der Initiative zusammenlaufen und Ansprechpartner für alle wichtigen Fragen rund um den Bürgerbus zusammenarbeiten. Bürgermeister Otto Steinkamp sagte die Unterstützung der Gemeinde Wallenhorst zu. Neben finanziellen Zuschüssen werde man wenn nötig und gewünscht das Know How und möglicherweise auch „man-power“ aus der Verwaltung zur Verfügung stellen. Ob es so weit kommt, hänge aber letztlich von den Wallenhorster Bürgerinnen und Bürgern selbst ab, betonte der Bürgermeister: „Es kann auch sein, dass man am Ende erkennen muss, dass eine schöne Idee nicht realisierbar ist.“ Zudem müsse man zunächst ermitteln, auf welchen Strecken es einen Bedarf für den Bürgerbus gibt. Das werde man frühestens im Oktober abschätzen können. Dann soll der Gemeinderat das ÖPNV-Konzept für die Gemeinde beschließen.

Damit der Bürgerbus danach möglichst bald an den Start gehen kann, möchte die Initiative möglichst gut vorbereitet sein und um weitere Mitstreiter werben. Bei dem jüngsten Treffen gab es hier bereits erste vielversprechende Zusagen. „Wir werden aus unseren Reihen sicher einige Ehrenamtliche finden, die beim nächsten Mal dabei sind“, versprach etwa der SPD-Fraktionschef Guido Pott. Auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger am Gruthügel kann die Initiative Bürgerbus bereits zählen, betonte die zu dem Treffen gekommene Anwohnerin Dorothee Hoffmann: „Wir laden Sie für Ende August zu unserem Nachbarschaftsfest ein.“ Da der Gruthügel sehr schlecht an den ÖPNV angebunden ist, werde die Bürgerbus-Initiative dort sicher auf viele offene Ohren stoßen.

Für den Seniorenbeirat regte Gerlinde Schröder an, möglichst alle Wallenhorster Vereine und Verbände zu einer Info-Veranstaltung ins Rathaus einzuladen, um weitere Multiplikatoren zu gewinnen. Für die Bürgerbus-Initiatoren Marion Müssen und Stefan Düing ist das eine gute Idee, die möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollte: „Wir sind uns sicher, dass dies einen weiteren Schub nach vorn bringen kann.“ (H)

 

Neue Osnabrücker Zeitung 19.08.2017

Drittes Informationstreffen: Initiative „Bürgerbus für Wallenhorst“ nimmt Fahrt auf

Von Christina Halbach

Beim dritten Planungs- und Informationstreffen der Bürgerbus-Initiative wurde noch einmal zur Mitarbeit aufgerufen.

Wallenhorst. Die Initiative „Bürgerbus für Wallenhorst“ nimmt langsam an Fahrt auf: Ein Vorbereitungskreis soll gegründet werden, der die nächsten Schritte plant. Das ist das Ergebnis eines weiteren Planungs- und Informationstreffens im Ruller Haus.

Zur Erinnerung: Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) und der Seniorenbeirat wollen in Wallenhorst einen Bürgerbus ins Rollen bringen. Ziel: Eine bessere Verbindung der vier Wallenhorster Ortsteile und Stärkung der Mobilität und Nahversorgung vor allem von älteren Menschen.

Ehrenamtliche Betreiber

Profitieren sollen schlecht bis gar nicht angebundene Ortsteile wie Rulle-Ost, der Lechtinger Gruthügel oder Brockhausen sowie Siedlungen wie das Berliner Viertel, um die Busse sonst einen Bogen machen. Betreiber ist ein ehrenamtlicher Verein, der für sämtliche Belange von Fahrplan über Einteilung der Fahrer verantwortlich zeichnen sol

Ein Team von rund 25 ehrenamtlichen Fahrern ist erforderlich, um eine Buslinie durch die Großgemeinde erfolgreich unterhalten zu können.

Finanzielle und organisatorische Unterstützung hatte neben dem Landkreis Osnabrück und der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GbR (Planos) auch Bürgermeister Otto Steinkamp signalisiert. Wichtig ist dem Gemeindechef: ein funktionierender Verein, eine Bedarfsanalyse im Vorfeld und eine ausreichende Anzahl an ehrenamtlichen Fahrern. Krankheit oder mangelnde Fahrtauglichkeit hätten schon mancher Bürgerbuslinie einen Strich durch den Fahrplan gemacht, gibt Steinkamp zu Bedenken. Auch CDU-Ratsfrau Anna Schwegmann sieht die Akquise von ausreichendem Fahrpersonal skeptisch: „Man muss den Leuten sagen, worauf sie sich einlassen“, stellt sie fest.

Neues ÖPNV-Konzept

Abwarten will der Bürgermeister außerdem die Entscheidung über das neue ÖPNV-Konzept, das aktuell in den politischen Gremien diskutiert wird: „Bevor das nicht abschließend beschlossen ist, macht es keinen Sinn, zusätzliche Bedarfe zu ermitteln.“ So sieht das auch SPD-Ratsherr Guido Pott: „Der Bedarf für den Bürgerbus ist da. Ich denke aber, dass wir erst das Konzept beschließen und dann sehen, wo die Bedarfe sind.“

Erwartet wird dieser Beschluss im Oktober, also in rund zwei Monaten. Diese Zeit will die Initiative nutzen: „Dann sollten wir so weit sein, dass wir sagen, wir stehen zur Verfügung“, stellte UWG-Ratsfrau Marion Müssen fest. Kurz: Ein Team ist gefragt, das bis dahin seine Hausaufgaben macht. Die sind vielfältig: Die Bürgerbus-Idee, da waren sich die Teilnehmer einig, müsse weiter in die Breite kommuniziert werden. Geschehen soll dies neben Flyern und Mund-zu-Mund-Propaganda durch eine Informationsveranstaltung im Rathaus, zu der vor allem Vertreter der Wallenhorster Vereine und Verbände eingeladen werden sollen. Vorbereitet werde könne außerdem die Gründung des Vereins, der zukünftig für den Betrieb der Bürgerbuslinie verantwortlich sein wird.

Aufruf zur Mitarbeit

Stefan Düing wünscht sich für dieses Vorbereitungsteam ein breites Teilnehmerfeld: „Es sollten alle Ortsteile vertreten sein.“ Wichtig ist ihm, dass die UWG zwar bislang als Initiator des Bürgerbusses aufgetreten ist, eine aktive Mitarbeit in erster Reihe jedoch nicht beabsichtigt ist. „Die UWG hat den Bürgerbus mit dem Seniorenbeirat ins Rollen gebracht, jetzt ist es an der Zeit, dass das Projekt auf breiteres, bürgerschaftliches Engagement gestellt wird.“ Unterstützung sagte SPD-Ratsherr Guido Pott zu: „Ich werde mich darum kümmern, dass jemand aus der SPD/FDP-Gruppe dabei ist.“ Mitarbeiten will auch Gruthügel-Anwohnerin Dorothee Hoffmann: „Wir sind hier völlig abgeschnitten, und es  müssen welche auf den Weg bringen“, stellt sie fest. Auch Gerlinde Schröder will zum Vorbereitungsteam dazu stoßen. Die Seniorenbeirats-Vertreterin hat auch die jungen Eltern mit nur einem Auto im Blick: „Ich sehe, dass es wichtig ist, auch sie zu entlasten.“ Außerdem stellt sie fest: „Man kann nicht immer nur meckern, man muss sich auch selbst einbringen.“

Bürger-Echo 5. Juli 2017

Bürgerbus auf gutem Weg

Initiative plant Vereinsgründung: Mit engagierten Küm­merern in die Umsetzungsphase –

Sinnvolles Bürgerprojekt für alle Wallenhorster – Bürgermeister signalisiert Unterstützung

„Der Bürgerbus ist aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Sache, die meine volle Unterstützung hat.“ Wenn es nach Bürgermeister Otto Steinkamp geht, kann das von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützte Projekt schon bald an den Start gehen. Vorher müsse allerdings klar sein, dass die Bürgerbus-Initiative auf sicheren Beinen steht, betonte der Bürgermeister bei einem Arbeitstreffen der Bürgerbus-Initiative. Eine sinnvolle Option sei die Gründung eines Förder­vereins, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

Für den dauerhaften Erfolg des Projekts sei ein engagiertes Kümmerer-Team erforderlich. Denn nach dem Start müsse der Bürgerbus auch dauerhaft ein verlässliches Angebot sicherstellen, um von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen zu werden. Für die weitere inhaltliche Planung sei zudem ein genauer Blick auf den Bedarf entscheidend, so Otto Steinkamp: „Dafür sollten wir abwarten, wie das neue ÖPNV-Konzept für Wallenhorst aussehen wird.“

Das vor kurzem von dem Kooperationspartner der Gemeinde Wallenhorst, der PLaNOS, vorgestellte neue Konzept für den öffentlichen Nahverkehr im Ge­meindegebiet steht derzeit im Gemeinderat zur Diskussion und soll dort nach dem Wunsch der Gemeindeverwaltung möglichst im kommenden Herbst be­schlossen werden. An den Finanzen werde der Bürgerbus dessen ungeachtet kaum scheitern, erklärte der Bürger­meister. So gebe es auf verschiedenen Ebenen gut ausgestattete Fördertöpfe, die etwa für die Anschaffung eines Busses genutzt werden können. Auch die Gemeinde Wallenhorst werde den Bürgerbus sicher nach Kräften unter­stützen.

„Wir freuen uns sehr über die Zustim­mung des Bürgermeisters und wer­den seine Vorschläge aufgreifen.“ Die Arbeitsgruppen-Sprecherin Marion Müssen kündigte an, dass der vom Bürgermeister vorgezeichnete Weg zum Bürgerbus genau richtig ist. „Jetzt ist die Zeit gekommen, dass eine gute Idee in die Umsetzungsphase geht.“ Sie und andere Mitglieder der Initiative werden nun auf verschiedenen Ebenen damit beginnen. Unter anderem gebe es bereits vielversprechende Gesprä­che für die Gründung eines auf starken Beinen stehenden Bürgerbus-Vereins. Die inhaltlichen Fragen – vor allem wo und wann es mit dem Bürgerbus über den ÖPNV-Angebot hinausgehende Busverbindungen geben soll – sollen in mehreren Arbeitsgruppen besprochen werden, kündigte Marion Müssen an: „Dafür wird es ab August einen monatlichen Fixtermin geben, an dem alle Interessenten teilnehmen können. Jetzt geht es mit der konkreten Arbeit los.“

Wichtig sei für die Zukunft auch, dass die Bürgerbus-Initiative nichts mit Par­teipolitik zu tun hat. Zwar sei der Anstoß von der UWG-Fraktion gekommen, berichtete deren Ratsherr Stefan Düing. „Wir werden das Projekt auch künftig als Personen begleiten, möchten das aber nicht mehr unter der Überschrift UWG machen.“ Die große Zustimmung unter den Teilnehmern zeigte, dass dies der richtige Weg zu einer breiten Unterstützung sein kann. „Klar machen wir da mit“, versicherten neben Ratsmitgliedern wie Sabine Steinkamp (SPD) und Marlene Posnin (CDW/W) auch Bürgerinnen und Bürger ohne politisches Mandat. Beim nächsten Treffen wollen sie mit guten Ideen und weiteren Mit­streitern für den Bürgerbus wieder dabei sein und sich aktiv einbringen. „Die Ampeln für den Bürgerbus stehen auf grün“, freute sich Marion Müssen: „Es liegt jetzt an uns, dass aus der Vision bald Wirklichkeit wird.“ (H.)

Neue Osnabrücker Zeitung 16.06.2017

Drittes Informationstreffen: Initiative „Bürgerbus für Wallenhorst“ nimmt Fahrt auf

Von Christina Halbach

Beim dritten Planungs- und Informationstreffen der Bürgerbus-Initiative wurde noch einmal zur Mitarbeit aufgerufen.

Wallenhorst. Die Initiative „Bürgerbus für Wallenhorst“ nimmt langsam an Fahrt auf: Ein Vorbereitungskreis soll gegründet werden, der die nächsten Schritte plant. Das ist das Ergebnis eines weiteren Planungs- und Informationstreffens im Ruller Haus.

Zur Erinnerung: Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) und der Seniorenbeirat wollen in Wallenhorst einen Bürgerbus ins Rollen bringen. Ziel: Eine bessere Verbindung der vier Wallenhorster Ortsteile und Stärkung der Mobilität und Nahversorgung vor allem von älteren Menschen.

Ehrenamtliche Betreiber

Profitieren sollen schlecht bis gar nicht angebundene Ortsteile wie Rulle-Ost, der Lechtinger Gruthügel oder Brockhausen sowie Siedlungen wie das Berliner Viertel, um die Busse sonst einen Bogen machen. Betreiber ist ein ehrenamtlicher Verein, der für sämtliche Belange von Fahrplan über Einteilung der Fahrer verantwortlich zeichnen sol

Ein Team von rund 25 ehrenamtlichen Fahrern ist erforderlich, um eine Buslinie durch die Großgemeinde erfolgreich unterhalten zu können.

Finanzielle und organisatorische Unterstützung hatte neben dem Landkreis Osnabrück und der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GbR (Planos) auch Bürgermeister Otto Steinkamp signalisiert. Wichtig ist dem Gemeindechef: ein funktionierender Verein, eine Bedarfsanalyse im Vorfeld und eine ausreichende Anzahl an ehrenamtlichen Fahrern. Krankheit oder mangelnde Fahrtauglichkeit hätten schon mancher Bürgerbuslinie einen Strich durch den Fahrplan gemacht, gibt Steinkamp zu Bedenken. Auch CDU-Ratsfrau Anna Schwegmann sieht die Akquise von ausreichendem Fahrpersonal skeptisch: „Man muss den Leuten sagen, worauf sie sich einlassen“, stellt sie fest.

Neues ÖPNV-Konzept

Abwarten will der Bürgermeister außerdem die Entscheidung über das neue ÖPNV-Konzept, das aktuell in den politischen Gremien diskutiert wird: „Bevor das nicht abschließend beschlossen ist, macht es keinen Sinn, zusätzliche Bedarfe zu ermitteln.“ So sieht das auch SPD-Ratsherr Guido Pott: „Der Bedarf für den Bürgerbus ist da. Ich denke aber, dass wir erst das Konzept beschließen und dann sehen, wo die Bedarfe sind.“

Erwartet wird dieser Beschluss im Oktober, also in rund zwei Monaten. Diese Zeit will die Initiative nutzen: „Dann sollten wir so weit sein, dass wir sagen, wir stehen zur Verfügung“, stellte UWG-Ratsfrau Marion Müssen fest. Kurz: Ein Team ist gefragt, das bis dahin seine Hausaufgaben macht. Die sind vielfältig: Die Bürgerbus-Idee, da waren sich die Teilnehmer einig, müsse weiter in die Breite kommuniziert werden. Geschehen soll dies neben Flyern und Mund-zu-Mund-Propaganda durch eine Informationsveranstaltung im Rathaus, zu der vor allem Vertreter der Wallenhorster Vereine und Verbände eingeladen werden sollen. Vorbereitet werde könne außerdem die Gründung des Vereins, der zukünftig für den Betrieb der Bürgerbuslinie verantwortlich sein wird.

Aufruf zur Mitarbeit

Stefan Düing wünscht sich für dieses Vorbereitungsteam ein breites Teilnehmerfeld: „Es sollten alle Ortsteile vertreten sein.“ Wichtig ist ihm, dass die UWG zwar bislang als Initiator des Bürgerbusses aufgetreten ist, eine aktive Mitarbeit in erster Reihe jedoch nicht beabsichtigt ist. „Die UWG hat den Bürgerbus mit dem Seniorenbeirat ins Rollen gebracht, jetzt ist es an der Zeit, dass das Projekt auf breiteres, bürgerschaftliches Engagement gestellt wird.“ Unterstützung sagte SPD-Ratsherr Guido Pott zu: „Ich werde mich darum kümmern, dass jemand aus der SPD/FDP-Gruppe dabei ist.“ Mitarbeiten will auch Gruthügel-Anwohnerin Dorothee Hoffmann: „Wir sind hier völlig abgeschnitten, und es  müssen welche auf den Weg bringen“, stellt sie fest. Auch Gerlinde Schröder will zum Vorbereitungsteam dazu stoßen. Die Seniorenbeirats-Vertreterin hat auch die jungen Eltern mit nur einem Auto im Blick: „Ich sehe, dass es wichtig ist, auch sie zu entlasten.“ Außerdem stellt sie fest: „Man kann nicht immer nur meckern, man muss sich auch selbst einbringen.“

Neue Osnabrücker Zeitung 27.04.2017

Wie kommt der Bürgerbus in Wallenhorst ins Rollen?

Von Christina Halbach

Wallenhorst. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) will in Wallenhorst eine Bürgerbuslinie auf die Beine stellen. In der Hofstelle Duling präsentierte das Fraktionstrio das Projekt jetzt der Öffentlichkeit. Zu Gast war der Vorsitzende des Vereins Pro-Bürgerbus Niedersachsen Stefan Bendrien, der die rund 20 Zuhörer über Organisation und Finanzierung des bürgerschaftlichen Nahverkehrskonzepts informierte.

Auch vor Ort: Ein Bürgerbus, der bereits seit 2011 im Einsatz in Wildeshausen ist und auf dem Gelände der Hofstelle Duling als Anschauungsobjekt diente. Acht Sitzplätze bietet das Gefährt, einen Multifunktionsplatz für Rollstühle oder Kinderwagen sowie eine ausklappbare Rampe. „Der Bürgerbus hat mit Haltewunschtaste, Festhalteschlaufen und einem Fahrkartendrucker alle Attribute eines normalen Linienbusses“, erklärte Stefan Bendrien, Vorsitzende von Pro-Bürgerbus Niedersachsen. Der Dachverband der niedersächsischen Bürgerbusse berät Vereine in der Gründungs- und auch späteren Betriebsphase und versteht sich als Sprachrohr gegenüber Landespolitik und in den Medien.

Fester Fahrplan

Davon machte jetzt auch die UWG-Fraktion Gebrauch, die sich gemeinsam mit dem Wallenhorster Seniorenbeirat das Projekt „Bürgerbus“ vor die Brust genommen hat. Die vier Wallenhorster Ortsteile sollen dadurch besser verbunden, Mobilität und Nahversorgung vor allem von älteren Menschen gestärkt werden. „Ein Bürgerbus ist ein maßgeschneidertes Angebot von Menschen für Menschen vor Ort, der aber nach festem Fahrplan verkehrt“, verdeutlicht Bendrien.

Team von 20 bis 25 ehrenamtlichen Fahrern erforderlich

Das heißt konkret: Alle Haltestellen werden jeweils zur selben Stunde bedient, angebunden sind Ziele wie Arztpraxen, Altenheime oder Rathäuser. Betreiber ist ein Verein, der für die Betriebsorganisation und Fahrergewinnung verantwortlich ist. Ein Team von 20 bis 25 ehrenamtlichen Fahrern sei erforderlich, um eine Buslinie durch die Großgemeinde Wallenhorst anbieten zu können, prognostiziert der Bürgerbus-Experte. Gefahren werden kann der behindertengerechte Kleinbus mit einem normalen PKW-Führerschein. Die geistige und körperliche Fahrtauglichkeit muss vorher der Amtsarzt bestätigen.

 

Betriebskosten von 30.000 Euro

Die Kosten: Rund 100.000 Euro müssen für einen Bürgerbus, weitere 30.000 Euro pro Jahr für Betriebskosten, also Sprit, Steuern und Versicherungen, veranschlagt werden. Dabei können die Planer einer Bürgerbuslinie auf öffentliche Gelder setzen: „Die Zeiten für den Öffentlichen Personennahverkehr waren noch nie so günstig wie jetzt“, sagt Bendrien: Die Anschaffung der Fahrzeuge wird vom Land mit maximal 64.500 Euro gefördert, den Landkreisen stehen seit Anfang 2017 weitere Mittel zur Unterstützung des Nahverkehrs zur Verfügung: Der Landkreis Osnabrück könne für bürgerschaftliche Nahverkehrskonzepte allein 705.000 Euro in die Hand nehmen. Nichtsdestotrotz verbleibt eine Finanzierungslücke: Um die zu schließen, muss es den Planern gelingen, die Gemeinde mit ins Boot zu nehmen, die den Bürgerbus entweder mit Festbeträgen oder Kostenunterdeckungszusagen unterstützt.

350 gewünschte Fahrten pro Monat

Vorab sollte, rät Bendrien, eine Haushaltsbefragung durchgeführt werden, in der mögliche Fahrgastzahlen und infrage  kommende Fahrtstrecken und Fahrtziele ermittelt werden. Als Ergebnis sollten pro Monat 350 gewünschte Fahrten auf dem Zettel stehen. Zuhörerin Meike Atorf aus Lechtingen hält den Bürgerbus für eine gute Sache: „Die Leute, die bei uns auf dem Gruthügel wohnen, könnten von diesem Angebot profitieren“, meint sie mit Blick auf die mangelhafte Anbindung an Rulle oder Wallenhorst.

UWG will Antrag stellen

Die UWG-Fraktion will jetzt im kleinen Team die nächsten Schritte planen. Ein Antrag auf Befürwortung und Zuschuss seitens der Gemeinde werde, so UWG-Ratsherr Stefan Düing, einer davon sein. Dass bereits in 2014 die Gemeindeverwaltung einem entsprechenden Vorstoß des Seniorenbeirats einen Absage erteilt hat, ficht Düing nicht an: „Der Zeitgeist ist jetzt anders. Mobilität steht mehr im Vordergrund.“

Neue Osnabrücker Zeitung 25.04.2017

Ein Bus von Bürgern für Bürger

UWG-Fraktion wünscht sich Bürgerbus für Wallenhorst

Von Christina Halbach

Wallenhorst. Wildeshausen hat ihn schon, Ganderkesee und Badbergen auch. Die Rede ist vom Bürgerbus. Die UWG-Fraktion sieht auch in Wallenhorst Potenzial für das bürgerschaftliche Nahverkehrskonzept. Die Idee dabei: eine bessere Verbindung der vier Ortsteile sowie Stärkung der Mobilität und Nahversorgung der Bürger.

Das Trio reagiert mit dieser Initiative auf eine Entwicklung, die vor allem ältere Wallenhorster Bürger mit Sorge beobachten: die Schließung der Sparkassenfilialen in Lechtingen und Rulle, die schlechte Busverbindung zwischen Wallenhorst und Rulle sowie die Gerüchte um das Aus für den Rewe-Markt im Zentrum. „Die älteren Menschen sind die Verlierer“, stellte unlängst die Vorsitzende des Seniorenbeirats Marlen Beyer dazu fest. Bereits 2014 hatte der Seniorenbeirat einen Anlauf gestartet, den Bürgerbus in Wallenhorst zu etablieren. Damals riet die Gemeindeverwaltung davon ab.

Parteipolitisch übergreifendes Vorhaben“

Ihre Forderung nach einem Bürgerbus hat mittlerweile auch die politischen Gremien erreicht, die das örtliche ÖPNV-Konzept nach dem Scheitern der Pläne für die „Grüne Wiese“ und des damit verbundenen zentralen Busbahnhofs neu aufarbeiten müssen. Ein geeigneter Zeitpunkt also, um das Thema Bürgerbus auf die Tagesordnung zu setzen. UWG-Fraktion und die Vertreter der Wallenhorster 60+-Generation ziehen dabei an einem Strang. Ratsherr Stefan Botterhuis betont jedoch: „Das ist ein parteipolitisch übergreifendes Vorhaben. Es geht uns nicht um ein UWG-Alleinstellungsmerkmal.“

Das Konzept „Bürgerbus“ macht in Deutschland bereits seit Mitte der 90er landauf, landab Schule. 260 Bürgerbusse verkehren nach Angaben des Dachverbands Pro Bürgerbus NRW e.V. in Deutschland: An der Spitze steht Nordrhein-Westfalen mit 110 gefolgt von Niedersachsen mit 50 und Rheinland-Pfalz mit 43 Bürgerbussen. Zum Einsatz kommen die Busse in aller Regel, um Lücken im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auszugleichen, also in dünn besiedelten Ortsteilen oder schwach nachgefragten Querverbindungen.

Ortsteile sollen miteinander verbunden werden

Der Bürgerbus ist keine Konkurrenz zum ÖPNV, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Es geht darum, die Ortsteile miteinander und nicht mit Osnabrück zu verbinden“, stellt Stefan Düing für Wallenhorst klar. Profitieren sollen schlecht bis gar nicht angebundene Ortsteile wie Rulle-Ost, der Lechtinger Gruthügel oder Brockhausen sowie Siedlungen wie das Berliner Viertel, um die Busse einen großen Bogen machen.

Soll ein Bürgerbus erfolgreich ins Rollen gebracht werden, ist bürgerschaftliches Engagement gefragt. „Der Bürgerbus ist ein Bus von Bürgern für Bürger“, verdeutlicht Düing das Konzept. Das heißt vorab: Ein Verein muss gegründet werden, der sich für sämtliche Belange von Fahrzeugbeschaffung über Versicherung bis zur Akquise und Einteilung der Fahrer verantwortlich zeigt. Ein Team von 20 ehrenamtlichen Fahrern ist erforderlich, um eine Buslinie durch die Großgemeinde erfolgreich betreiben zu können. „Das ist nicht so einfach und eine große Herausforderung“, ist sich Marion Müssen bewusst.

Foto: Christina Halbach

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Neue Osnabrücker Zeitung 28.03.2014

Vorerst kein Bürgerbus für Wallenhorst?

Von Sandra Dorn

Wallenhorst. Ob es in naher Zukunft einen Bürgerbus in Wallenhorst geben wird, ist fraglich. Die Gemeindeverwaltung hat jetzt davon abgeraten. Die Ratsfraktionen zeigen sich der Idee des Seniorenbeirats gegenüber aber weiter aufgeschlossen.

Der Wallenhorster Seniorenbeirat will mit einem Bürgerbus vor allem die Verbindungen zwischen Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen verbessern. Das Konzept: ein Bus von Bürgern für Bürger.

Die Gemeindeverwaltung hat sich die Machbarkeit angesehen und betont den großen Aufwand. „Um einen Bürgerbus zu organisieren, bedarf es nicht nur eines Fahrzeuges“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Ein Förderverein müsse gegründet werden – nur dann bestehe die Aussicht auf Zuschüsse des Landes Niedersachsen. Und der Verein müsste sich nicht nur um die Umsetzung des ehrenamtlich organisierten Busverkehrs kümmern, sondern auch um Sponsoring, Pressearbeit, Fahrzeugpflege, Abrechnung und Statistiken.

Pro Fahrzeug sei „eine Crew von mindestens 20 ehrenamtlichen Fahrern und fünf Ersatzfahrern“ nötig. Damit diese den Bus überhaupt fahren dürfen, müssten sie im Besitz eines „kleinen Personenbeförderungsscheines“ sein und mindestens drei bis fünf Stunden wöchentlich fahren – diesen Nachweis fordere die Landesnahverkehrsgesellschaft. Hinzu kommen diverse Kosten, zählt die Verwaltung auf: Fahrzeugkosten, Versicherungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Telefon- und Bürokosten.

All das ist aber zwangsläufig kein Hinderungsgrund, wie der Blick auf andere Kommunen zeigt. Im Artland etwa haben Bürger Ende Februar einen Verein gegründet, der in Badbergen und Umgebung einen Bürgerbus anbieten will. Im September könnte er den Betrieb aufnehmen. 29 Ehrenamtliche bieten ihre Fahrdienste an. In Niedersachsen gibt es laut dem Verein Pro-Bürgerbus-Niedersachsen inzwischen mehr als 40 solcher Bürgerbusse, im westfälischen Westerkappeln ist ein Bürgerbus schon seit Dezember 2002 unterwegs.

Weil es den Wallenhorster Senioren in erster Linie um eine bessere Verbindung zwischen den Ortsteilen geht, argumentiert Fachbereichsleiter Rüdiger Mittmann aus der Gemeindeverwaltung mit dem neuen ÖPNV-Konzept, das die Gemeinde im nächsten Jahr umsetzen will. „Beim neuen ÖPNV-Konzept ist ein Bürgerbus im Grunde überflüssig, weil die Verbindung zwischen den Ortsteilen gewährleistet ist“, sagte Mittmann im jüngsten Verkehrsausschuss. Dreh- und Angelpunkt des neuen Konzepts ist allerdings ein zentraler Omnibusbahnhof, der ursprünglich an der Niedersachsenstraße am geplanten Arkaden-Center gebaut werden sollte. Seit das Projekt Arkaden-Center so gut wie gescheitert ist, ist auch die Haltestelle hinfällig.

Die Ratsmitglieder haben der Bürgerbus-Idee des Seniorenbeirats noch keine Absage erteilt. „Grundsätzlich begrüßen wir das Ansinnen“, sagte Marlene Posnin (CDU). Zunächst brauche die Gemeinde aber ein ÖPNV-Gesamtkonzept.“ Ihre Partei hatte das von der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft beschlossene Konzept stets als unausgegoren kritisiert.

Unabhängig von diesem Streit zwischen den Parteien sagte für die SPD Norbert Hörnschemeyer, dass auch die Kooperation der Idee des Seniorenbeirats offen gegenüberstehe.

Foto: dpa

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