Gute Resonanz beim dritten Treffen der Initiative –Bürgermeister sagt erneut Unterstützung zu –
Vor dem Start muss der Bedarf ermittelt werden
„Das ist eine sehr gute Sache, die wir als Gemeinde Wallenhorst gern unterstützen“. Bürgermeister Otto Steinkamp machte auch bei dem dritten Treffen der Initiative klar, dass ein Bürgerbus eine sinnvolle Ergänzung eines attraktiven ÖPNV-Angebots sein kann. Dass dies viele Wallenhorster genau so sehen, machte die gute Resonanz deutlich. Mehr als 20 Interessenten waren ins Ruller Haus gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.
Viele signalisierten auch ihre Bereitschaft zum Mitmachen.
„Wir freuen uns sehr über das große Interesse und sind zuversichtlich, dass aus der Bürgerbus-Idee ein Erfolgsmodell für Wallenhorst wird“, freute sich die Mit-Initiatorin Marion Müssen. Bevor es so weit ist, müsse aber noch viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt werden. So sei es mit dem Erwerb und der Unterhaltung eines Fahrzeugs bei weitem nicht getan. Damit der Bürgerbus – wie gewünscht – wochentags zu regelmäßigen Zeiten verlässlich im Gemeindegebiet unterwegs sein kann, sei unter anderem auch ein fester Stamm von 20 bis 30 ehrenamtlichen Fahrern erforderlich. Diese Zahl sei zwar noch nicht erreicht, aber mit etwas Rückenwind für den Bürgerbus durchaus erreichbar, betonte Stefan Düing: „Jetzt ist es an der Zeit, nach vorn zu blicken und frohen Mutes mit der Arbeit zu beginnen.“
Die Initiative Bürgerbus sei zwar von der UWG-Ratsfraktion angestoßen worden, soll aber künftig als Bürgerinitiative ohne politischen Einfluss auf eine breite Basis gestellt werden. Großes Lob für die Initiative gab es vom eigens zu dem Treffen ins Ruller Haus gekommenen Pro Bahn-Sprecher Martin Sturm: „Was Sie hier machen, ist vorbildlich. Ich bringe hier gern meine Erfahrungen mit ein.“ Martin Sturm machte aber zugleich auch deutlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist: „Lassen Sie sich die Zeit für das Projekt, die sie brauchen. Dabei ist Genauigkeit wichtiger als Schnelligkeit.“
Auf die lange Bank möchten die Bürgerbus-Aktiven das Projekt allerdings nicht schieben. Vielmehr soll es nun Schritt für Schritt voran gehen. Bis zum nächsten, Mitte September erneut im Ruller Haus geplanten Treffen soll sich ein Kümmerer-Kreis finden, der bereits wichtige Fragen abklären und eine für die nahe Zukunft geplante Vereinsgründung „Pro Bürgerbus“ vorbereiten soll. In dem Verein sollen dann die Fäden der Initiative zusammenlaufen und Ansprechpartner für alle wichtigen Fragen rund um den Bürgerbus zusammenarbeiten. Bürgermeister Otto Steinkamp sagte die Unterstützung der Gemeinde Wallenhorst zu. Neben finanziellen Zuschüssen werde man wenn nötig und gewünscht das Know How und möglicherweise auch „man-power“ aus der Verwaltung zur Verfügung stellen. Ob es so weit kommt, hänge aber letztlich von den Wallenhorster Bürgerinnen und Bürgern selbst ab, betonte der Bürgermeister: „Es kann auch sein, dass man am Ende erkennen muss, dass eine schöne Idee nicht realisierbar ist.“ Zudem müsse man zunächst ermitteln, auf welchen Strecken es einen Bedarf für den Bürgerbus gibt. Das werde man frühestens im Oktober abschätzen können. Dann soll der Gemeinderat das ÖPNV-Konzept für die Gemeinde beschließen.
Damit der Bürgerbus danach möglichst bald an den Start gehen kann, möchte die Initiative möglichst gut vorbereitet sein und um weitere Mitstreiter werben. Bei dem jüngsten Treffen gab es hier bereits erste vielversprechende Zusagen. „Wir werden aus unseren Reihen sicher einige Ehrenamtliche finden, die beim nächsten Mal dabei sind“, versprach etwa der SPD-Fraktionschef Guido Pott. Auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger am Gruthügel kann die Initiative Bürgerbus bereits zählen, betonte die zu dem Treffen gekommene Anwohnerin Dorothee Hoffmann: „Wir laden Sie für Ende August zu unserem Nachbarschaftsfest ein.“ Da der Gruthügel sehr schlecht an den ÖPNV angebunden ist, werde die Bürgerbus-Initiative dort sicher auf viele offene Ohren stoßen.
Für den Seniorenbeirat regte Gerlinde Schröder an, möglichst alle Wallenhorster Vereine und Verbände zu einer Info-Veranstaltung ins Rathaus einzuladen, um weitere Multiplikatoren zu gewinnen. Für die Bürgerbus-Initiatoren Marion Müssen und Stefan Düing ist das eine gute Idee, die möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollte: „Wir sind uns sicher, dass dies einen weiteren Schub nach vorn bringen kann.“ (H)
Quelle: Bürger-Echo