
Von Claudia Sarrazin
Die Initiativgruppe Bürgerbus Wallenhorst ist optimistisch, dass ihr Vorhaben Realität wird und plant so, dass die erste Fahrt schon 2018 sein könnte.
Wallenhorst . Bei einem Treffen im Ruller Haus zeigten sich die Initiatoren der Bürgerbus-Idee in Wallenhorst optimistisch: Sie berichteten über ihre Fortschritte wie den fertigen Flyer, bildeten Arbeitsgruppen für verschiedene Themen und planten die nächsten Schritte.
Das Treffen der Initiative für den Bürgerbus leitete Marion Müssen. Auf die Frage, wann der erste Bürgerbus fahren würde, antwortete sie: „Ich hoffe, 2018“. Um dieses Ziel zu erreichen, bildeten unter andere Arbeitsgemeinschaften zu einzelnen Unterthemen.
Anschubfinanzierung
In Bezug auf die Anschubfinanzierung rechnete Müssen vor, dass ein entsprechendes Fahrzeug circa 86.000 Euro kosten würde. Allerdings sei mit hohen Zuschüssen vom Land und vom Landkreis zu rechnen, so dass der Verein am Ende voraussichtlich nur rund 5475 Euro selbst tragen müsse. Außerdem kalkulierte Müssen mit Kosten von 7500 Euro für die Gesundheitsprüfung und die Personenbeförderungsscheine für 30 Fahrer, circa 4000 Euro für die Fahrzeugversicherung und rund 3000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit. So kam sie auf eine notwendige Anschubfinanzierung von rund 22.000 Euro. Hier hofften die Bürgerbus-Initiatoren auf Unterstützung seitens der Gemeinde in Bezug auf die Fahrzeuganschaffung. Außerdem wollen sie nach Fördermöglichkeiten und Unterstützung durch Stiftungen und Sponsoren Ausschau gehalten.
Methoden der Bedarfsumfrage
Was die geplante Bedarfsumfrage anging, fürchtete die Initiativgruppe, dass gerade ältere Bürger mit Blick auf die richtigen und allgegenwärtigen Warnungen vor Telefonbetrügern daran nicht teilnehmen würden. Einigkeit herrschte auch darüber, dass ausgelegte Umfragebögen zu leicht manipulierbar beziehungsweise nicht repräsentativ genug seien. Hier soll eine entsprechende Arbeitsgruppe einen besseren Vorschlag machen.
Wie man Fahrer wird
Ohne Fahrer, kein Bürgerbus: Daher berichtete Reinhold Zaun, der als Hollager für einen Pflegedienst in Bramsche fährt, dass er dafür im Wallenhorster Bürgerbüro einen entsprechenden Antrag gestellt habe. Die Verwaltung habe dann dafür ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert. Und er sei bei einem Arbeitsmediziner mit entsprechender Berechtigung zu einer umfangreichen ärztliche Untersuchung gewesen. „Bei Fahrern über 60 Jahren wird zusätzlich noch die Belastbarkeit geprüft und man erhält die Fahrerlaubnis für fünf Jahre“, so Zaun, der auch für den Bürgerbus fahren würde.
Streckenführung und Kosten
Auch wenn die Planungen für eine Streckenführung noch nicht anstehen, kam das Thema kurz auf. Alle waren sich einig: Der Stundentakt ist wichtig. Es soll Schnittpunkte mit dem Öffentlichen Nahverkehr zum Umsteigen geben, aber der Bürgerbus soll keine Konkurrenz sein. Und man muss kein Mitglied im Bürgerbusverein sein, um ihn nutzen zu können. Außerdem wusste die Initiativgruppe: Der übliche Preis für eine Fahrt beträgt bei anderen Bürgerbusvereinen einen Euro.
Neue Mitglieder
Neben Zaun waren auch Monika Strunk und Heinz-Josef Meyering vom Gruthügel zum ersten Mal beim Treffen der Initiativgruppe: „Ich habe schon ordentlich Werbung für den Bürgerbus gemacht, bei uns ist ja nichts“, so Strunk. Meyering erklärte, er wolle Fahrer werden.
Weitere Informationen
Wer mehr über den Bürgerbus erfahren will, findet erste Informationen und Kontaktdaten im Flyer „Der Bürgerbus“. Auch in den Bürgerforen am Mittwoch, 1. November, in Wallenhorst und am Mittwoch, 8. November, in Hollage wird der Bürgerbus ein Thema sein. Außerdem kommt der Bürgerbus aus Wildeshausen am Sonntag, 5. November, um 18 Uhr zu einer Veranstaltung des Seniorenbeirats, die im Rathaus stattfindet. Weitere Informationen gibt es zudem per Mail an info@buergerbus-wallenhorst.de
Quelle: NOZ