Seit 2012 gibt es sie, die Kohltour der BürgerBus-Vereine in Niedersachsen. Jedes Jahr lädt ein BürgerBus-Verein alle anderen Vereine aus Niedersachsen zu diesem Treffen ein. In der Hauptsache geht es darum, alte Freunde wiederzusehen, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen rund um den Betrieb eines BürgerBusses auszutauschen.

In diesem Jahr war unser Verein der Gastgeber, da die Vorsitzende Marion Müssen im Vorjahr in Schwarmstedt zur „Kohlkönigin“ ernannt wurde.

Eigentlich immer am 1. Märzwochenende, musste die Tour coronabedingt auf den 30.10.2021 verschoben werden. Am Samstag waren mehr als 100 Fahrer:innen aus 14 Vereinen aus ganz Niedersachsen zu Gast.

Zunächst versorgten die Frauen vom Schützenverein Halen alle Angereisten mit einem hervorragenden Frühstück, das keine Wünsche offenließ. Bei der Einlasskontrolle wurde nicht nur nach 2-G geprüft, sondern alle Teilnehmer: innen erhielten ein farbiges Armbändchen für die „Kulturtour“ im Museum Industriekultur in Osnabrück, die sich an das Frühstück anschloss.

Die Vorsitzende begrüßte alle Gäste, die die Reise schon früh am Morgen angetreten waren. Sie unterstrich die Verbindung zwischen den Gemeinden Lotte und Wallenhorst, die schon in der Namensgebung des Vereins sichtbar wäre. Der Standort in Halen sei gut gewählt, denn hier sei der Grenzverlauf zwischen den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfahlen. Der Bahnhalt in Halen sei Dreh- und Angelpunkt des bestehenden Fahrplans. Immer wieder sei der Verein aktiv, wenn es um die Verbesserung des Fahrplans und der Verbindungen gehe.

Die lockdownbedingten Einbrüche der Fahrgastzahlen, die sicherlich jeder Verein zu verzeichnen habe, könne man zwischenzeitlich wieder auffangen, was von allen Fahrer: innen mit Erleichterung wahrgenommen würde. Ein besonders herzliches Willkommen galt dem BürgerBus Wildeshausen, der den eigenen Verein gerade in der Aufbauzeit aktiv unterstützt hatte. Zu den Ehrengästen an diesem Vormittag gehörten die beiden Bürgermeister der Gemeinde Lotte, Rainer Lammers, sowie der Wallenhorster Bürgermeister Otto Steinkamp. Beide betonten die Bedeutung der überregionalen Streckenverbindung durch den BürgerBus Wallenhorst-Wersen, dankten dem Verein und seinen ehrenamtlichen Fahrern und Fahrerinnen für das großartige Engagement. Sie wünschten allen einen launigen, aber auch interessanten Tag und Austausch miteinander.

Auch der Stellvertr. Vorsitzende des Dachverbandes von „proBürgerBus-Niedersachen“, Eckart Borges, betonte die Wichtigkeit des Erfahrungsaustausches unter den Vereinen. Inzwischen gibt es 65 Vereine alleine in Niedersachsen, Tendenz steigend. Da sei auch ein Lob angebracht, da ja alle Aktiven ehrenamtlich tätig seien.

Dann fuhr der Konvoi von 11 BürgerBussen zum Museum Industriekultur. Nach Fotoaufnahmen aller Teilnehmerinnen hinter dem Museum, teilte sich die große Gruppe, nach Farbband festgelegt, auf: Die 1. Gruppe ging ins Museum zum Grünkohlessen, die Mitglieder der 2. Gruppe fanden ihre Themenführer durch’s Museum und den Haseschacht bzw. bei den Dampflokfreunden. Nach ca. 1 Stunde wurde getauscht, sodass alle die Chance hatten, sich den Führungen anzuschließen. Zum Abschluss der Veranstaltung versammelten sich alle Teilnehmer: innen im „Pferdestall“ unterhalb des Museums bei Kaffee und Kuchen. Da war es Zeit, den neuen Grünkohlkönigsverein zu küren. Der Bad Nenndorfer BürgerBus-Verein hatte nicht nur mit großem Appetit zugefasst, sondern auch mit leuchtenden Augen auf das lecker zubereitete Grünkohlmenü geschaut. Gegen 16:00 Uhr traten die Gäste dann den Heimweg an, nicht ohne lobende Abschiedsworte. „Ihr habt eine hohe Messlatte für die kommende Kohltour gelegt“, war der allgemeine Tenor des Tages, „und auf Wiedersehen bei der nächsten Kohltour in Bad Nenndorf.“ Anmerkung: Die Tour wird aber erst in 2023 stattfinden!

Ein großes Dankeschön gebührt Isabelle Tölle, Inhaberin von „Tölles Küchenwerk“, für das ausgezeichnete Catering. Ebenso bedankt sich der Verein bei den Schützenfrauen in Halen für das außergewöhnlich gute Frühstück und die freundliche Aufnahme der Gäste. Großer Dank gilt aber insbesondere den vielen Vereinsaktiven, ohne deren Mithilfe so eine Veranstaltung nicht durchzuführen gewesen wäre. Betonen möchte der Verein noch, dass der Landkreis Osnabrück diese Veranstaltung durch eine Zuschusszusage in Höhe von 2.000 € und die Spende des L +T-Clubs aus dem vergangenen Jahr dieses Treffen überhaupt finanziell ermöglicht haben.